Noch mehr Festival! Zusatz-Shows und neues Programm

15.7.2026

Aufgrund der großen Nachfrage bietet die Ruhrtriennale zwei Zusatzvorstellungen von Ivo Van Hoves Eröffnungsproduktion Rebel Rebel an. Die Vorstellungen werden am 3. und 4. September in der Jahrhunderthalle Bochum gespielt. Rebel Rebel erzählt die Geschichte eines jungen Paares, das sich in einer dystopischen Gesellschaft gegen Isolation und staatliche Kontrolle auflehnt. Musiktheater, Schauspiel und Choreografie verbinden sich zu einer Inszenierung über Liebe, Freiheit und Widerstand.

Auch für AS WE ARE, ein Abend über Erinnerung, Exil und die Rückeroberung von Identität mit Germaine Acogny und Gregory Maqoma, konnte wegen des großen Interesses eine weitere Vorstellung eingerichtet werden: am 17. September in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord. Mit 82 Jahren ist Germaine Acogny eine legendäre Tänzerin, Lehrerin und Choreografin. Im Solo Josephine verkörpert sie das Leben der berühmten Josephine Baker. Gregory Maqoma begegnet diesem Solo mit Bantu, einer Choreografie für zwölf Tänzer:innen, die auch eine Hommage an die Einflüsse von Germaine Acogny und ihrer École des Sables ist, an der Maqoma selbst Schüler war.

Eine besondere Ergänzung zur Produktion Europa von Krzysztof Warlikowski gibt es am 30. August in der Jahrhunderthalle Bochum. Vor der Vorstellung wird Wajdi Mouawad, dessen Text der Produktion zugrunde liegt, eine besondere Performance zeigen. Ausgehend von seinen Vorlesungen am Collège de France in Paris reflektiert er über das Schreiben als Mittel zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Tragödie und Gewalt. Zwischen Literatur, Philosophie und persönlicher Aussage fragt er nach Leben und künstlerischem Schaffen in einem Europa, das von Erinnerung und Konflikt geprägt ist.

Tiefe Einblicke in die Thematik von Christopher Rüpings Deutscher Herbst erhält das Publikum am 19. September von Ruth Anderwald und Leonhard Grond, die beide im Bereich der künstlerischen Forschung tätig sind. Ausgehend von Rüpings Inszenierung nähern sie sich dem Phänomen des Taumels aus künstlerischer, philosophischer und physiologischer Perspektive. Dabei geht es ebenso um unser Gleichgewichtsorgan und die körperliche Erfahrung der Instabilität wie um den Herbst als Zustand des Übergangs, der Verunsicherung und der Veränderung. 

Tickets für die Zusatzvorstellungen von Rebel Rebel und AS WE ARE sowie für die Performance von Wajdi Mouawad sind ab sofort auf unserer Website verfügbar. Der Eintritt zum Expert:innengespräch im Rahmen von Deutscher Herbst ist frei.