










Deutscher Herbst
Christopher Rüping, Deutsches Theater Berlin
Uraufführung
Im Taumel zwischen Geschichte und Gegenwart
Im Herbst 1946 reist der junge schwedische Autor Stig Dagerman durch das zerstörte Deutschland. Mit seinem literarischen Reisebericht Deutscher Herbst tastet er Berlin, Hamburg und das Ruhrgebiet ab – Orte zwischen Hunger, Ruinen und Erschöpfung. Dagerman beschreibt ein Land zwischen Ende und Anfang und stellt eine unbequeme Frage: Ist dieses Land zur Freiheit bereit? Genau 80 Jahre, ein Menschenleben später, greift der gefeierte Regisseur Christopher Rüping diesen Blick auf. Der Träger des Theaterpreis Berlin 2025 legt gemeinsam mit dem Ensemble des Deutschen Theaters Berlin das Ohr an die deutsche Geschichte: 1946, 1977 und andere Herbste – Zeiten des Übergangs, der Verunsicherung, der Verantwortung. Wenn Erinnerung verschwindet und Geschichte zur Suche wird, stellt sich erneut die Frage: Wie viel Freiheit tragen wir in uns? Wer sind wir, wenn nichts mehr selbstverständlich ist?
Eine Koproduktion von Ruhrtriennale und Deutsches Theater Berlin.
„Die Angst ist der tiefste Zustand dieses Landes.“
Besetzung
- Regie
- Christopher Rüping
- Bühnenbild
- Jonathan Mertz
- Kostümbild
- Lene Schwind
- Videodesign
- Emma Lou Herrmann
- Licht Design
- Robert Grauel
- Dramaturgie
- Bernd Isele
- Mit
- Svenja Liesau,
- Benjamin Lillie,
- Wiebke Mollenhauer,
- Steven Adjei Sowah,
- Komi Mizrajim Togbonou,
- Almut Zilcher
- Live Musik
- Christoph Hart,
- Rike Huy,
- Shih-Che Lee
Förderer Ruhrtriennale
Gefördert durch die Kunststiftung NRW
Expert Talk
Herbst und Taumel
Mit Ruth Anderwald & Leonhard Grond
Was bringt uns und unsere Gesellschaft ins Taumeln? Und was kann uns der Schwindel über unsere Gegenwart erzählen? Ausgehend von Christopher Rüpings Deutscher Herbst nähert sich die Veranstaltung dem Phänomen des Taumels aus künstlerischer, philosophischer und physiologischer Perspektive. Dabei geht es ebenso um unser Gleichgewichtsorgan und die körperliche Erfahrung der Instabilität wie um den Herbst als Zustand des Übergangs, der Verunsicherung und der Veränderung. Die Veranstaltung eröffnet neue Perspektiven auf zentrale Motive des Theaterabends und auf Themen, die sich im Dialog mit dem künstlerischen Forschungsprojekt Iliggocene – The Age of Dizziness entwickelt haben. Der Eintritt ist frei.
Besuch
Anreise
Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum






