Lydia Steier ist Intendantin der Ruhrtriennale 2027–2029

Lydia Steier folgt auf Ivo Van Hove, der die Ruhrtriennale von 2024 bis 2026 leitete. Der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH hatte sie im Juli 2025 einstimmig zur neuen Intendantin ernannt.

Zum 1. November 2026 hat Lydia Steier die Intendanz der Ruhrtriennale übernommen. In den Spielzeiten 2027 bis 2029 wird die international gefragte Opernregisseurin das Festival der Künste im Ruhrgebiet künstlerisch leiten. Ihre erste Festivalausgabe fällt zugleich in das Jahr des 25-jährigen Bestehens der Ruhrtriennale. 

 

Gemeinsam mit ihrem Team möchte Lydia Steier die Geschichte des Festivals fortschreiben und die Begegnung ins Zentrum ihrer Intendanz stellen. Ihr Ziel ist es, Räume zu öffnen, Teilhabe zu ermöglichen und die Verbindung zwischen der Ruhrtriennale und den vielfältigen Lebensrealitäten des Ruhrgebiets weiter zu vertiefen.

Dieses Festival ist ein Liebesbrief an die Kunst [...] Es ist mir eine große Ehre und ein aufregendes Privileg, die Ruhrtriennale im Jahr ihres 25. Jubiläums leiten zu dürfen.
Lydia Steier

Lydia Steier (*1978 in Hartford, Connecticut, USA) zählt zu den gefragtesten Regisseurinnen ihrer Generation und ist bekannt für ihre bildstarken Operninszenierungen, die anspruchsvolle Inhalte mit ungewöhnlichen Formaten und einer ausgeprägten Lust am großen Bühnenerlebnis verbinden. 

 

Nach einem Gesangsstudium am Oberlin Conservatory of Music in Ohio führte sie ein Fulbright-Stipendium nach Deutschland, wo sie seither als Opernregisseurin arbeitet. In den vergangenen Jahren inszenierte sie u. a. an der Opéra national de Paris (Salome, La Vestale), der Wiener Staatsoper (Tannhäuser), dem Opernhaus Zürich (Der Rosenkavalier), der Oper Frankfurt (Aida, Oedipus Rex / Iolanta), dem Theater an der Wien (Candide), der Semperoper Dresden (Les Troyens), bei den Salzburger Festspielen (Die Zauberflöte) und an der Komischen Oper Berlin (Giulio Cesare). Weitere Engagements führten sie nach Genf, New York und Tokio. 

 

In der Saison 2026/27 inszeniert Lydia Steier mit Richard Strauss’ Elektra an der Oper Zürich sowie Hector Berlioz’ La Damnation de Faust an der Wiener Staatsoper zwei Neuproduktionen.

 

Für ihre Arbeit wurde Lydia Steier mehrfach ausgezeichnet. Ihre Inszenierung von Karlheinz Stockhausens Donnerstag aus Licht am Theater Basel wurde 2016 von den Kritiker:innen der Zeitschrift Opernwelt zur „Aufführung des Jahres“ gewählt. 2024 kürte sie das Magazin zur „Regisseurin des Jahres“. Im selben Jahr erhielt sie den renommierten OPER!-Award als „Beste Regisseurin“, für den sie auch in diesem Jahr nominiert ist. Eine weitere Nominierung erhielt ihre Inszenierung Medusa, die im Mai 2026 an der La Monnaie/De Munt uraufgeführt wurde, in der Kategorie „Beste Neue Oper“.