Aktuelle Inszenierungen von Lydia Steier

Dunkle Bühnenlandschaft mit felsartigen Strukturen, Nebelschwaden und goldgelbem Gegenlicht. Im Zentrum steht eine Person, während sich im Vordergrund mehrere Körper zwischen den Felsen winden.

Lydia Steier inszeniert Richard Strauss’ „Elektra“ an der Oper Zürich sowie Hector Berlioz’ „La Damnation de Faust“ an der Wiener Staatsoper.

Im November / Dezember 2026 habt ihr die Möglichkeit, zwei Inszenierungen in der Regie von Ruhrtriennale-Intendantin Lydia Steier zu erleben: Am 22. November 2026 feiert Elektra Premiere am Opernhaus Zürich, am 17. Dezember 2026 folgt die Premiere von La Damnation de Faust an der Wiener Staatsoper.

Über die Produktion

Elektra

Elektra (Richard Strauss, Hugo von Hofmannsthal)
Tragödie in einem Aufzug
Regie Lydia Steier

22. November – 16. Dezember 2026, Opernhaus Zürich

 

Unablässig beschwört Elektra die Vergangenheit, ihr Trauma, den brennenden Wunsch nach Rache: Ihr Vater Agamemnon, kaum aus dem Trojanischen Krieg zurückgekehrt, ist tot, im Bad erschlagen durch die Mutter Klytämnestra und deren Liebhaber Aegisth. Richard Strauss schrieb eine Musik von schneidender Wucht, abgründig und unerbittlich, die bis zum ekstatischen Schlusstanz Elektras für keine der Figuren Erlösung gewährt. 

 

Lydia Steier widmet sich nach ihrem bildmächtigen Rosenkavalier am Opernhaus Zürich nun Strauss’ düsterem Gegenstück. Am Pult steht der in Lausanne geborene Dirigent und designierte Zürcher Generalmusikdirektor Lorenzo Viotti. In der alle Kräfte fordernden Titelpartie gibt die finnische Sopranistin Miina-Liisa Värelä ihr Zürcher Debüt.

Über die Produktion

La Damnation de Faust

La Damnation de Faust (Hector Berlioz & Almire Gandonnière)
Légende-Dramatique in vier Teilen
Regie Lydia Steier

14. – 29. Dezember 2026, Wiener Staatsoper

 

Der Au­ßen­sei­ter Faust ver­liert die Freu­de am Le­ben und will sich das Le­ben neh­men. Me­phis­to tritt auf und ver­spricht ihm Macht, Glück und Lust. Wie im Fie­ber­traum be­gibt sich Faust mit ihm auf die Su­che nach Selbst­ver­wirk­li­chung. In ei­ner Welt aus Sol­da­ten, Stu­den­ten und fan­tas­ti­schen We­sen ent­wi­ckelt sich ei­ne zer­stö­re­ri­sche Be­zie­hung zu Mar­gue­ri­te. Um sie zu ret­ten, ver­schreibt Faust Me­phis­to sei­ne See­le und stürzt in die Höl­le, wäh­rend Mar­gue­ri­te Er­lö­sung fin­det.

 

Die kon­zer­tan­te Erst­auf­füh­rung von La Damnation de Faust in Wien fand fast auf den Tag ge­nau 160 Jah­re vor dem Pre­mie­ren­da­tum die­ser Neu­in­sze­nie­rung, am 16. De­zem­ber 1866, un­ter dem Di­ri­gat des Kom­po­nis­ten selbst und un­ter Mit­wir­kung des Wie­ner Sing­ver­eins statt. In der Neu­in­sze­nie­rung von Ly­dia Stei­er er­lebt La Damnation de Faust sei­ne sze­ni­sche Erst­auf­füh­rung an der Wie­ner Staats­oper.

Video-on-Demand

Medusa

Seit Jahrhunderten ist Medusa, die ikonische Figur aus der griechischen Mythologie, Inspirationsquelle für zahlreiche Künstler. In der gleichnamigen Neuinszenierung erforschen Komponist Iain Bell und Regisseurin Lydia Steier, die auch das Libretto geschrieben hat, die menschliche Dimension dieses großen Mythos. Die Aufzeichnung der Oper, die am 5. Mai 2026 ihre Uraufführung am Brüsseler La Monnaie / De Munt feierte, kann bis zum 15. November 2026 kostenfrei auf OperaVision gestreamt werden.