










Triennale Teens Talk III
Who's dropping a like?
Ruhrtriennale 2026 – thumbs up or thumbs down? Triennale Teens Talk is our forum for critical youngsters from the Ruhr region. In the third edition of the format the teens learn the skills of a “content creator” and become critics of our Ruhrtriennale programme. Together we will take a look behind the scenes, talk to the artists and exchange our experiences of what we have seen.
Are you a teenager keen to explore the Ruhrtriennale’s programme of musical theatre, dance and more? Would you like to take a look behind the scenes of major theatre productions and learn the ropes of journalistic reporting? At Triennale Teens Talk III, you can watch the Ruhrtriennale’s international programme for free and get to know young journalists from the area. As part of the Triennale Teens, you’ll discuss the plays and become a reporter for the festival. You don’t need any prior experience in theatre or journalism to take part.
Interview mit Paula Packheiser (Vorderhaus)
Setayesh und Hermine haben Paula Packheiser zu ihrem Job im Vorderhaus der Ruhrtriennale interviewt.
Hallo Paula! Schön, dass du Zeit gefunden hast, um mit uns ein Interview zu machen. Kannst du dich kurz vorstellen? Wer bist du?
Mein Name ist Paula. Ich arbeite jetzt seit über drei Jahren für die Kultur GmbH im Vorderhausmanagement. Das ist das Veranstaltungsmanagement.
Und möchtest du uns vielleicht einen Fun Fact über dich erzählen?
Ich glaube, ein Fun Fact ist, dass ich sehr, sehr, sehr viel Kaffee trinke und sich darüber auch sehr häufig ein bisschen lustig gemacht wird. Aber das ist völlig in Ordnung.
Wie würdest du deine Arbeit und deine Aufgaben bei der Ruhrtriennale einer außenstehenden Person erklären?
Vielfältig. Alle Aufgaben, die mit dem Publikum und der Publikumsbetreuung zu tun haben, liegen in unserer Abteilung. Das beginnt bei der Reinigung, beim Catering, der Garderobe und dem Einlass. Auch dass man den Sitzplatz findet oder gegebenenfalls Security benötigt, fällt alles in unsere Abteilung.
Und wie sieht so ein typischer Arbeitstag für dich während der Festivalzeit aus?
Ich komme meistens am frühen Mittag im Büro an. Dann bereite ich die Veranstaltung vor und drucke ganz viele Pläne aus. Ich schaue, wer heute so in meinem Team ist und schreibe die Einsatzplanung. Gegebenenfalls muss ich noch einmal die eine oder andere Person anrufen, wenn sich irgendetwas geändert hat.
Dann fahre ich meistens zu den Spielstätten und dann … kommen ganz viele Menschen und wollen etwas. (lacht)
Dann kommen meine Mitarbeitenden, dann ganz viele Dinge, und dann gebe ich Briefings. Das heißt, ich erzähle jeden Abend allen Menschen, die dort arbeiten, einmal: Was ist heute die Aufgabe?
Und dann geht es weiter ins nächste Briefing. Das bedeutet, ich treffe mich mit den Verantwortlichen des Abends: technische Leitung, Produktionsleitung, Feuerwehr. Manchmal ist der Sanitätsdienst mit dabei und natürlich die Veranstaltungsleitung. Die treffen sich einmal alle zusammen und dann besprechen wir: Wie läuft der Abend eigentlich ab? Was passiert heute Abend? Wann ist der Einlass, wann ist der Nach-Einlass? Was müssen wir beachten? Gibt es eine Pause? Und dann startet die Veranstaltung?
Interessant. Das sind viele Menschen. Das ist ein sehr großes Team. Wie organisiert man das denn? Also wie teilt man die Aufgaben untereinander auf? Und gibt es dort auch Herausforderungen?
Auf jeden Fall. Also, wir schaffen das auch nur im Team. Bei uns ist es so, dass natürlich jede von uns einen Aufgabenbereich hat. Bei mir liegt zum Beispiel überwiegend das Thema Personal, wohingegen bei meiner Kollegin eher das Thema Reinigung liegt, damit jede von uns quasi einen Schwerpunkt hat.
Und das Wichtigste sind dann Absprachen. Das heißt, jede Kleinigkeit, die sich irgendwie ändert, müssen alle wissen, damit wir alle das dann mit auf dem Schirm haben.
Anders geht es nicht. Wir führen unglaublich viele Listen, und ohne diese Listen funktioniert gar nichts.
Und wie teilt ihr euch die Aufgaben dann genau ein?
Das ist, glaube ich, viel auch individuell. Das heißt, irgendwie hat jeder von uns ein anderes Zeitmanagement. Jede von uns hat andere Arbeitszeiten. Gerade während des Festivals haben wir sehr unterschiedliche Arbeitszeiten.
Wenn man abends keine Veranstaltung hat, kommt man früher ins Büro und kann dann gegebenenfalls schon mal ein paar E-Mails im Vorfeld beantworten. Oder wir müssen halt eben warten, bis jemand da ist, der oder die die Expertise in dem Moment hat.
Wie gesagt, solange alles irgendwo schriftlich steht, kommen wir meistens hinterher.
Und bei Notfällen gibt es da bestimmte Abläufe? Wer kümmert sich darum?
Ja, das sind auch wir. Wenn wir zum Beispiel Veranstaltungen nehmen und wir unseren Leuten, die vor Ort mit uns arbeiten, einmal gesagt haben: So, du stehst am Einlass oder du bist an der Garderobe, dann hat jede Person immer eine Notfallaufgabe.
Das wäre dann zum Beispiel an der Garderobe ganz häufig: Wenn jetzt ein Alarm ausgelöst werden würde und wir evakuieren müssen, dann gehst du bitte einmal zu den Toiletten und kontrollierst, ob da noch jemand drin ist. Oder du bist am Einlass und würdest den Notausgang aufstellen und sichern, sodass die Leute bei dir rauskommen.
Und das geht durchs ganze Team. Das heißt, jeder Mensch, der bei einer Veranstaltung bei uns arbeitet, hat immer eine Notfallaufgabe. Hier in der Jahrhunderthalle sind wir auch immer darauf vorbereitet, dass wir kleine Kärtchen haben, auf denen immer einmal draufsteht: Das ist deine Notfallaufgabe. Die darfst du auf gar keinen Fall vergessen. Denn wenn irgendetwas ist, dann muss das einmal ausgelöst werden.
Und du hast ja schon in ganz unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, also vom Vorderhausmanagement bis zum Kostümbild. Welcher Bereich hat dir bisher am meisten Spaß gemacht? Und warum das Vorderhausmanagement?
Ähm, ich habe tatsächlich sehr lange im Kostüm gearbeitet. Ich war Kostümassistentin am Schauspielhaus Bochum und später bei einem anderen Kindermusical-Theater. Und das hat mir auch sehr, sehr viel Spaß gemacht. Sonst hätte ich es nicht so lange gemacht.
Ich habe meine Ausbildung 2017 im Vorderhaus gemacht und habe dann sehr lange darauf gewartet, dass wieder eine Stelle frei wurde, weil das Veranstaltungs-Sein, vor Ort zu sein, mit den Menschen in Kontakt zu sein und Situationen spontan zu regeln einfach das ist, was mir am meisten Spaß macht.
Ja, interessant. Und zum Schluss die Frage: Was würdest du deinem jüngeren Ich heute mit auf den Weg geben?
Oh, das ist eine schwierige Frage. Vielleicht tatsächlich direkt Veranstaltungskauffrau als Ausbildungsberuf machen und das, was davor war, vielleicht auch weglassen, obwohl das auch eine gute Zeit war.
Vielen Dank noch mal, dass du bei uns mitgemacht hast. Das war auf jeden Fall sehr interessant, etwas über deinen Beruf zu erfahren.
Ich habe mich gefreut.
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