
Schauspiel Essen
Über das Grillo-Theater
Das Essener Grillo-Theater zählt zu den ältesten Bühnen im Ruhrgebiet. Seinen Namen verdankt es dem Industriellen Friedrich Grillo, der die wirtschaftliche Entwicklung der Region maßgeblich beeinflusste und sich zugleich stark für kulturelle Belange engagiert. 1887 versprach er seiner Heimatstadt eine großzügige Spende für den Theaterbau, verstarb jedoch vor Vertragsabschluss. Seine Witwe Wilhelmine Grillo erfüllte das Versprechen, stiftete das Grundstück und übernahm den Großteil der Baukosten. Das im neobarocken Stil errichtete Grillo-Theater wurde 1892 mit Lessings Minna von Barnhelm eröffnet. Aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums nach der Jahrhundertwende wurde das Haus rasch zu klein für die Sparten Oper, Tanz und Schauspiel, sodass das Sprechtheater in den 1920er-Jahren eine eigene Spielstätte in der Hindenburgstraße erhielt.
Während der NS-Zeit geriet das Theater unter politischen Druck und wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. 1950 wurde es nach einem Wiederaufbau in neoklassizistischer Form wiedereröffnet; der Wunsch nach einem eigenen Opernhaus erfüllte sich erst 1988 mit dem Bau des Aalto-Theaters. In den 1950er- und 1960er-Jahren gewannen die Essener Bühnen unter der Intendanz von Dr. Erich Schumacher und Chefdramaturgin Dr. Ilka Boll erneut überregionale Anerkennung und Bedeutung. Nach einer drohenden Schließung wegen baulicher Mängel wurde das Haus Ende der 1980er-Jahre grundlegend umgebaut und 1990 als modernes Raumtheater mit reduzierter Platzzahl wiedereröffnet.
Anreise
Schauspiel Essen
II. Hagen 2
45127 Essen
