
Ivo Van Hove verabschiedet sich von der Ruhrtriennale
21.9.2026Gestern Abend ist die Ruhrtriennale 2026 zu Ende gegangen. Mit mehr als 109.000 Besucher:innen blicken wir auf eine sehr erfolgreiche Festivalsaison zurück. Wir möchten uns herzlich bei unserem Publikum bedanken, bei unseren Künstler:innen, Kooperationspartner:innen, Fördernden, Freund:innen und allen, die diese Ausgabe der Ruhrtriennale möglich gemacht haben!
Nach drei intensiven und erfolgreichen Festivaljahren verabschiedet sich Ivo Van Hove voller Freude und Dankbarkeit von der Ruhrtriennale: „Ich freue mich sehr über diesen tollen Erfolg und dass das Publikum Freude an meinen drei Ausgaben der Ruhrtriennale hatte. Das sieht man auch an den konstant hohen Besucherzahlen in allen drei Jahren. Ich selbst habe meine Zeit hier sehr genossen. Ich war als Künstler schon immer daran interessiert, die verschiedenen künstlerischen Disziplinen miteinander zu verbinden. Bei der Ruhrtriennale konnte ich das umsetzen – mit viel künstlerischer Freiheit und unterstützt von meinem Team, unseren Förderern und von den Menschen in der Region. Ein Festival entsteht erst wirklich, wenn Menschen kommen, zuhören, zuschauen, zweifeln, widersprechen und wiederkommen. Ich glaube, das haben wir geschafft.“
Die Ruhrtriennale 2026 endete am 20. September. Insgesamt gab es in diesem Jahr 30 Produktionen und Projekte mit 120 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck, davon waren 14 Eigen- und Koproduktionen sowie Auftragswerke. An der Ruhrtriennale 2026 waren insgesamt rund 600 Künstler:innen aus 45 Ländern beteiligt.
2027 startet Lydia Steier als neue Intendantin für die Festivalausgaben bis 2029. Zeitgleich feiern wir das 25-jährige Jubiläum der Ruhrtriennale. Die nächste Festivalausgabe findet im August und September 2027 statt.
Ein letzter Festivalhöhepunkt
Ein letzter Höhepunkt findet in diesem Jahr eine Woche nach Festivalende statt: Frieda Lange, Gewinnerin des Mortier Next Generation Award, präsentiert ab dem 25. September ihre Produktion Stahlgipfel im Grillo-Theater in Essen. Das Musiktheater ist eine Koproduktion der Ruhrtriennale mit dem Schauspiel Essen.
Über die Produktion
Die letzte Kneipe: ein Raum, aufgeladen mit Erinnerungen. Fünf Menschen halten hier Wache – gegen das Verschwinden, gegen einen Wandel, der längst Gegenwart ist. Stahlgipfel ist ein von Frieda Lange konzipierter Musiktheaterabend, der im Rahmen ihrer Auszeichnung mit dem Mortier Next Generation Award realisiert wird. Ausgangspunkt sind Erzählungen aus dem Ruhrgebiet: von ehemaligen Stahlarbeiter:innen und Bergleuten, von Verkäufer:innen, Gewerkschafter:innen und Kneipenbetreiber:innen. Diese Stimmen treten als Echo einer Arbeitswelt auf, deren Rituale und Verluste bis heute nachwirken. Was bleibt, wenn Arbeit verschwindet?
Termine: 25., 26., 30. Sept sowie 11. und 30. Okt 2026
