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Zeche Lohberg Dinslaken

Am 30. Dezember 1905 wird zur Versorgung eines Dinslakener Eisenwalzwerkes mit Kohle die „Gewerkschaft Lohberg“ gegründet und ab 1912 Steinkohle gefördert. Parallel entsteht ab 1907 bis in die 1920er Jahre hinein die dem Bergwerk gegenüber gelegene Kolonie Lohberg für die Arbeiter und Angestellten der Zeche. Die Arbeiter und ihre Familien kommen zunächst vom Niederrhein, aus Westfalen, dem Saarland, aus Bayern und Hessen, dann aus Ost- und Westpreußen, Schlesien und Posen, später – in den 1970er Jahren – aus Holland, dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei, aus Korea oder Ungarn. In den Märzunruhen 1920 spielt die Arbeiterschaft der Zeche Lohberg eine bedeutende Rolle im bewaffneten Kampf gegen die Feinde der Weimarer Republik.

Die 50er Jahre aber sind geprägt von dem Ausbau der Zeche zur Großschachtanlage: Die übertägigen Anlagen werden ausgebaut, ein weiteres Fördergerüst errichtet und neue Schächte geteuft; 1979 wird schließlich die höchste Jahresfördermenge mit über 3 Millionen Tonnen erreicht. Genau 100 Jahre nach ihrer Gründung erfolgt die Schließung der Zeche und ab 2007 der Abriss der Anlagen – bis auf einige wenige historische Gebäude, die unter Denkmalschutz stehenden Fördertürme, die Kohlenmischhalle und die Zentralwerkstatt.

In der Zentralwerkstatt, ein Gebäude aus den frühen Jahren der Zeche Lohberg, wurden Reparaturen für den Grubenbetrieb und später auch für den Übertagebetrieb durchgeführt. Neben den 1.200 Kohlewagen wurden dort alle Materialwagen, Bohrstangen etc. gewartet und repariert. Hinzu kamen Arbeiten für Neubauten, für den Schildausbau und die Durchführung von Probeläufen für Maschinen im Untertageeinsatz.

Nach „Accattone“ in der Kohlenmischhalle 2015  und „Urban Prayers Ruhr“ in der Lutherkirche der Zechenkolonie Lohberg 2016 ist die Ruhrtriennale mit „Projecting [Space[“ in der Zentralwerkstatt das dritte Mal in Folge in Dinslaken-Lohberg.

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