Skip to main content

Lutherkirche Dinslaken-Lohberg

Für den Bau der Martin-Luther-Kirche zwischen 1952 und 1954 standen kaum finanzielle Mittel zur Verfügung. Nur  mit Unterstützung der Zeche Lohberg konnte der Kirchenneubau realisiert werden. Die evangelischen Christen hatten bis zu diesem Zeitpunkt eine Holzkirche genutzt, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war.
Bergwerksdirektor Dr. Hoffmann trieb den Bau voran, indem er evangelische Bergarbeiter für die Baustelle von der Arbeit auf der Zeche freistellte und Material wie z.B. die auf der Zeche gefertigten Ziegel kostenlos zur Verfügung stellte. Um an diese Verbindung zu erinnern wurde in der Lutherkirche Lohberg zu jeder Messe eine Grubenlampe angezündet und in der Kirche ein Stück Kohle aufbewahrt.
Seit 2007 zum Bezirk der großen evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken gehörig wird der Kirchenraum heute – aufgrund sinkender Gemeindemitgliedszahlen – nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhauses werden altersgerechte Wohnungen errichtet, für die Kirche selbst ist die baldige Umnutzung in ein Kolumbarium für die Aufbewahrung von Urnen mit einem kleinen Andachtsraum für Trauerfeiern geplant.

Tickets