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© Nicolás Calderón

Angemacht, benachteiligt, verachtet, gefoltert, vergewaltigt, ermordet: Neun junge Darsteller:innen kämpfen gegen die Gefahren, die das Frausein mit sich bringt.

Über die Produktion

»Wir mussten es ertragen, belästigt, begrabscht, angemacht, beleidigt, diskriminiert, verunglimpft, zusammengeschlagen, vergewaltigt, entführt, aufgespießt und ermordet zu werden, nur weil wir eine Vagina haben und Minderjährige sind« – Neun junge Darsteller:innen aus Chile treten auf die Bühne, um sich der Gewalt entgegen zu stellen, von der junge Frauen in Lateinamerika bedroht werden. Und auch in Europa ist Gewalt gegen Mädchen und Frauen bis heute keine Seltenheit – Prävention, Schutz und konsequente Strafverfolgung sind jedoch längst nicht selbstverständlich. In Deutschland werden laut der Bundeszentrale für politische Bildung »rund 35 Prozent der Frauen nach ihrem 15. Lebensjahr irgendwann Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt.«

Entstanden ist Paisajes para no colorear aus den Geschichten der Darsteller:innen und Interviews mit über 100 weiteren chilenischen jungen Frauen. Mit mitreißender Energie und ansteckender Wut erzählen die Performer:innen die realen Geschichten von Diskriminierung und körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Sie reflektieren, welche Folgen veraltete Rollen- und Geschlechterbilder haben, machen sichtbar, was oft hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Und so bitten die neun jungen Performer:innen stellvertretend für die Hälfte der Menschheit um Unterstützung für längst überfällige Veränderungen: »Wir wollen eine mitfühlende, unterstützende Gesellschaft schaffen. Wir wollen dieses System von den Wurzeln her transformieren und seine Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten überwinden!«

Ein empowerndes Stück für Jugendliche, ein bewegender Appell an alle Erwachsenen zu Solidarität und gesellschaftlichen Veränderungen.

Triggerwarnung: In diesem Stück geht es explizit um Gewalt gegen Mädchen und Frauen in unterschiedlichen Formen. Falls Sie genauere Informationen benötigen, um einzuschätzen, ob Sie das Stück anschauen können, wenden Sie sich gerne an jungetriennale@ruhrtriennale.de.

Zur Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bietet die Junge Triennale für Schulklassen und -kurse ab Jahrgang 10 in Absprache einen Workshop an. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter jungetriennale@ruhrtriennale.de. Schulen erhalten Tickets ab 5€ pro Person. Weitere Informationen zur Buchung finden Sie hier.

Eine Produktion von GAM (Centro Cultural Gabriela Mistral) in Koproduktion mit Teatro La Re-Sentida.

Audioeinführung

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Trailer Paisajes para no colorear/Nicht auszumalende Landschaften
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