Natur und Demokratie, Dialog. Von links: Heike Vesper, Lukas Bärfuss
Natur und Demokratie, Dialog. Von links: Heike Vesper, Lukas Bärfuss | © Daniel Sadrowski, Ruhrtriennale 2022

In einer Demokratie ist die Würde des Menschen unantastbar. Aber welche Rechte fallen in einer Demokratie den Tieren und den Pflanzen zu?

Über die Veranstaltung

Die Natur ist kein Rechtsstaat. Gewaltenteilung ist ihr fremd, und der Schutz der Minderheiten kümmert sie kaum. Freiheit und Solidarität sind menschliche Tugenden. In einer Demokratie soll nicht der Stärkere überleben. In einer Demokratie ist die Würde des Menschen unantastbar. Aber welche Rechte fallen in einer Demokratie den Tieren und den Pflanzen zu? Welches Gesetz soll herrschen, das des Rechtsstaates oder das der Natur?

Worüber reden wir, wenn wir über die »Natur« reden? Was prägt unser Bild und unser Verständnis dieser so genannten Natur? Antworten finden sich im größten Wissens- und Erfahrungsspeicher der Menschheit: in der Literatur. Drei Abende, drei literarische Reisen durch die Sprachen, durch die Jahrhunderte, durch die Kontinente. Vorgetragen von den Schauspielerinnen Angela Winkler, Sandra Hüller und Sarah Sandeh, begleitet von Musiker:innen und zuvor von Lukas Bärfuss im Gespräch mit Expert:innen in die historische und literarische Perspektive gesetzt, nähern sich die Abende drei Begriffspaaren, die unsere Vergangenheit formen, die Gegenwart umtreiben und unsere Zukunft bestimmen.

Hinweis: Bedauerlicherweise musste Klaus Staeck aus gesundheitlichen Gründen seine Teilnahme am Dialog mit Lukas Bärfuss absagen. Wir freuen uns sehr für das Thema Natur und Demokratie die Meeresbiologin Heike Vesper gewinnen zu können.

Heike Vesper leitet als Biologin das Meeresprogramm des WWF Deutschland. Sie engagiert sich für nachhaltige Fischerei und für die Reduzierung von Plastikmüll. Zuletzt erschien ihr Buch Wenn wir die Meere retten, retten wir die Welt im Rowohlt-Verlag. Sie schreibt: »Dass alles Leben aus dem Meer kommt und die Ozeane der größte Lebensraum auf der Erde sind, hatte mich schon als Kind völlig fasziniert. Ich träumte davon unter Wasser atmen zu können. Das Ausmaß der Naturzerstörung durch die Fischerei und besonders die Überfischung dagegen waren schockierend. Und sind sie heute noch. Wer festgefahrene Strukturen ändern will, braucht viel Geduld. Aber auch wenn die Fortschritte zum Schutz der Meere langsam sind darf man niemals aufgeben – denn wer aufgibt, der hat schon verloren.«
 

Natur und Demokratie, Dialog. Von links: Heike Vesper, Lukas Bärfuss
Natur und Demokratie, Dialog. Von links: Heike Vesper, Lukas Bärfuss | © Daniel Sadrowski, Ruhrtriennale 2022
Natur und Demokratie, Dialog. Von links: Heike Vesper, Lukas Bärfuss
Natur und Demokratie, Dialog. Von links: Heike Vesper, Lukas Bärfuss | © Daniel Sadrowski, Ruhrtriennale 2022
Natur und Demokratie, Lesung. Angela Winkler
Natur und Demokratie, Lesung. Angela Winkler | © Daniel Sadrowski, Ruhrtriennale 2022
Natur und Demokratie, Lesung. Von links: Angela Winkler, Roland Satterwhite, Valentin Butt.
Natur und Demokratie, Lesung. Von links: Angela Winkler, Roland Satterwhite, Valentin Butt. | © Daniel Sadrowski, Ruhrtriennale 2022

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