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© Jorge Macchi

»Der Unterschied zwischen dem, wie man glaubt zu werden und dem, wie man wirklich wird, ähnelt dem Verhältnis zwischen Utopien und gescheiterten Gesellschaften, die in deren Namen entstanden.« Mariano Pensotti

Über die Inszenierung

Ein junger Mann dreht in einem Armutsviertel von Buenos Aires eher zufällig einen Dokumentarfilm über einen kleinen Jungen. Mit dem Sozialporträt gelingt ihm der Durchbruch. 30 Jahre später möchte er an diesen Startpunkt zurückkehren. Er sucht die Orte und Menschen von damals wieder auf und versucht die Beziehungen zu seinen Freunden und seiner Familie zu reaktivieren.

Mariano Pensotti zeigt die zeitlich auseinanderliegenden Geschehen simultan in zwei aneinandergrenzenden Räumen. So erzählt er in Los Años die Geschichte eines Mannes in zwei unterschiedlichen Lebensabschnitten im direkten Vergleich. Mit ihm altern seine Frau, seine Tochter, seine Freunde, seine Träume und Visionen. Ideen und Ambitionen auf der einen Seite, Projekte und Desillusion auf der anderen. 2021 versus 2051. Da die Handlung nicht historisch, sondern zukünftig prognostiziert wird, ist das Spiel mit den Zeiten oft kurios komisch, aber auch tragisch traurig. Los Años zeigt unsere Gegenwart als unsere zukünftige Vergangenheit: Kein schöner Anblick.

Los Años ist eine Koproduktion zwischen Ruhrtriennale, Münchner Kammerspiele, HAU Hebbel am Ufer, Künstlerhaus Mousonturm und Complejo Teatral de Buenos Aires. 

Übernahme aus dem Programm der Ruhrtriennale 2020.

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