La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro. In der Mitte: Santiago Sepúlveda
La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro. In der Mitte: Santiago Sepúlveda | © Isabel Machado Rios / Ruhrtriennale 2021

Freiwiliger und unfreiwilliger Lockdown, das Leben in totaler Abgeschiedenheit und ungeahnte Möglichkeiten im Umgang mit der Natur.

Über die Inszenierung

2019 wird über die Existenz indigener Gemeinschaften in selbstgewählter Isolation im kolumbianischen Amazonasgebiet berichtet. Angezogen von diesem 300 Jahre alten Akt des Widerstands, beginnt Mapa Teatro seine Recherchen und sammelt Dokumente von Schaman:innen, Anthropolog:innen und Augenzeug:innen. Die Suche nach der Existenz der abgeschiedenen Indigenen glich der Arbeit von Quantenphysiker:innen, die winzige Teilchen des Universums aufspüren. Oder der von Astronom:innen, die versuchen, die Existenz von Planeten aus anderen Galaxien zu bestimmen: Angesichts der Unmöglichkeit einer direkten Wahrnehmung spüren diese Disziplinen physischen Kräften im Raum nach.

Ein Jahr nach Beginn ihrer Suche muss Mapa Teatro aufgrund der Pandemie für ein Jahr isoliert arbeiten. Während dieses Jahres erlebt es seltsame Schwingungen im Körper: das Erscheinen eines dritten Beins, die Berührung eines Tieres, das Geräusch eines Pfeils, die Anwesenheit einer Grenze, eine nahende Bedrohung.

Trotz einiger Übereinstimmungen sind die von der Pandemie auferlegten Überlebensstrategien nicht zu vergleichen mit den Formen des Widerstands selbstbestimmt abgeschiedener Völker im Kampf gegen eine tödliche Politik im trans-amazonischen Gebiet.
Aus der Summe der Teile bildet Mapa Teatro eine bildreiche dokufiktionale Erzählung.

La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro
La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro | © Javier Hernandez
La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro
La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro | © Javier Hernandez
La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro
La Luna en el Amazonas, Mapa Teatro | © Javier Hernandez

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