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© Christian Palm

»Bei einem solchen Gegenstand wie ›Elias‹ muss das Dramatische vorwalten – die Leute lebendig redend und handelnd eingeführt werden, nicht aber um Gotteswillen ein Tongemälde daraus entstehen, sondern eine recht anschauliche Welt, wie sie im alten Testament in jedem Kapitel steht.« Felix Mendelssohn Bartholdy, 1838

Über das Konzert

Felix Mendelssohn Bartholdy Elias Oratorium op. 70

»Es soll diese Jahre weder Thau noch Regen kommen«, prophezeit Elias die Katastrophe, begleitet von dunklem Orchestergrollen. Trotzdem ist das Geheul des Volkes groß, als sich die Natur dem sündigen Leben versperrt, Hunger und Krankheiten auf Erden einziehen. Elias gelingt es zwar, die Herrschaft der Baal-Priester zu stürzen, aber nicht, die opportunistische Masse zur Umkehr zu bewegen. Der alttestamentarische Stoff stellte Mendelssohn Bartholdy vor eine Herausforderung: Wie komponiert man ein Wunder? Die Lösung war genial: Er brachte nicht das Ereignis selbst zum Klingen, sondern spiegelte es in der Überwältigung der Zeug:innen. So durchlaufen Feuerzungen die Chorpartie und Regengüsse das Orchester. Und dann erscheint Gott selbst: im Bericht eines Kindes – ganz leise. Trotz des biblischen Stoffes war das Oratorium Elias nie für den Gottesdienst gedacht. Die durch und durch dramatische Anlage macht deutlich: Es ist die Zeit der Grand Opéra. Unter Leitung von Florian Helgath werden Chorwerk Ruhr, Concerto Köln und ein herausragendes Solist:innenensemble dieses opulente wie fesselnde Stück Musikgeschichte erzählen.​
 

Eine Produktion von Chorwerk Ruhr.
Übernahme aus dem Programm der Ruhrtriennale 2020.

Florian Helgath über Felix Mendelssohn Bartholdys Meisterwerk "Elias"

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