Yaron Deutsch
Yaron Deutsch | © Markus Sepperer

Inzwischen hat die E-Gitarre auch in der Neuen Musik eine nicht mehr wegzudenkende Rolle eingenommen. Ihr assoziationsstarker Klang konfrontiert Komponist:innen mit neuen Möglichkeiten und Herausforderungen.

Über das Konzert

Chaya Czernowin Knights of the strange (2015)
Duo-Version für E-Gitarre und Akkordeon
Raphaël Cendo Coffin Bubbles Blue (2021)
für E-Gitarre, Ensemble und Elektronik
Pierluigi Billone Sgorgo Y (2012)
für E-Gitarre

Für Rock, Blues und Jazz ist die E-Gitarre mehr als nur ein Instrument. Sie ist eine Ikone. Ihr Klang evoziert Gefühle von Freiheit, Jugend und Unbezwingbarkeit. Inzwischen hat sie auch in der Neuen Musik eine nicht mehr wegzudenkende Rolle eingenommen. Ihr assoziationsstarker Klang konfrontiert Komponist:innen mit neuen Möglichkeiten und Herausforderungen – nicht zuletzt wenn es darum geht, akustische und elektronische Sphären miteinander zu vereinbaren. Wie grunddivers, lust- und fantasievoll diese Konfrontation ausfallen kann, zeigt der israelische E-Gitarren-Virtuose Yaron Deutsch mit drei Werken, die in den letzten zehn Jahren für ihn komponiert wurden. In Chaya Czernowins Knights of the strange geht sein Instrument eine langsam und traumartig sich vorantastende Verbindung mit dem Akkordeon ein. Raphaël Cendo spannt das hybride Klangnetz sogar über mehrere Epochen und Kulturen. Sein Concerto Coffin Bubbles Blue erkundet extravagante Legierungen zwischen E-Gitarre und Barocktheorbe, Zymbalom, der chinesischen Mundorgel Sheng oder der elektrischen Orgel. Fast obsessiv indessen fokussiert der Italiener Pierluigi Billone in Sgorgo Y ein mechanisches Detail der E-Gitarre, nimmt es unters Mikroskop, folgt seinem Sog wie in einem zenartigen Ritual. Und braucht dafür nichts als die linke Hand des Gitarristen.

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