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© Florentina Holzinger

»death is not the worst thing that can happen to women« frei nach Platon

Über die Produktion

Die Ausnahmechoreografin Florentina Holzinger verwandelt die Kraftzentrale in einen riesenhaften Anatomiesaal und legt den Tod selbst auf den Seziertisch. In einer spektakulären Performance entwickelt Holzinger ihre eigene Göttliche Komödie und bereist gemeinsam mit ihrem Ensemble, das sieben Jahrzehnte umfasst, die europäische Tanzgeschichte auf der Suche nach den Verbindungslinien zwischen den Generationen und den kulturellen Verankerungen unserer Todesbilder und Fantasien.

In A Divine Comedy, einem Auftragswerk der Ruhrtriennale, entwirft Holzinger ein Experimentierfeld der Extreme, auf dem sie mit ihrem Ensemble Totentänze als Sterbeübungen exerziert, die vom Tod handeln und das Leben meinen. 

Wie darstellbar ist, was nicht vorstellbar ist? Wie viel Präsenz kann etwas haben, das nicht mehr ist – ein Leichnam beispielsweise? Florentina Holzinger bevölkert ihr eigenes Jenseitsreich mit den Abgründen und Ängsten unserer Zeit und stellt keine geringere Frage als die nach einer möglichen Spiritualität im 21. Jahrhundert. Dabei wird ihr die Tanztradition genauso zum Material wie die Musik und die Literaturgeschichte. Hochkultur genauso zur Fundgrube wie Unterhaltung, Stunt, Motocross und Hypnose.

Eine Auftragsarbeit der Ruhrtriennale. Produziert von Something Great, Spirit, Ruhrtriennale und Staatstheater Kassel.
In Koproduktion mit Tanzquartier Wien, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, deSingel, Theater Freiburg and Julidans.

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