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ZIeMLIcH BeStE FrEunDE? WIr UNd DIe ROBoTEr IM 21. jAHRHuNDErT

Die innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft und die Ruhrtriennale laden gemeinsam zu einem ganz besonderen Event im Essener Techno-Club Goethebunker ein. Im Fokus steht das Verhältnis von Mensch und Maschine im Koordinatensystem von Wirtschaft, Politik, Kunst und Ethik. Ein Abend mit Thesen und Streitgesprächen. Eine Nacht mit einer interaktiven Roboter-Installation und jeder Menge Maschinenmusik.

Das digitale Zeitalter hat mittlerweile übernommen. Die chip-gesteuerten mechanischen Helfer sind längst Teil unserer ganz normalen Alltagswelt geworden. Die Roboter saugen Staub, sie unterstützen uns beim Autobau und bei der Kriegsführung.

Bereits jetzt ist klar: Wer die Maschinen entwickelt, baut und versteht, hat direkten Zugang zur Macht. Nirgendwo scheinen die Verbindungen zwischen Industrie und Gesellschaft enger geknüpft als in diesem Bereich. Wann aber werden die künstlichen Intelligenzen zur Gefahr? Wann ist der Punkt erreicht, an dem wir aufhören, die Maschinen zu kontrollieren? Wann übernehmen die Maschinen die Herrschaft? Wie human soll unsere Zukunft sein?

20.00 bis 22.00 Uhr Vorträge und Gesprächsrunde
Rainer Bischoff, Head of Corporate Research, KUKA Roboter GmbH.
Martin von Broock, Vorsitzender des Vereinsvorstands und Mitglied des Stiftungsvorstands, Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik
Stefan Heumann, Mitglied des Vorstands, Stiftung Neue Verantwortung
Moderation: Stephan Muschick (innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft) und Tobias Staab (Ruhrtriennale)

22.00 bis 07.00 Uhr Sonic Robots präsentieren: MR-808 Interactive
Der Drum Robot MR-808 Interactive ist der Gestalt einer Roland 808 Drum Machine nachempfunden, die vor allem in der Pop-Musik zur Gestaltung von rhythmischen Strukturen verwendet wird. Die interaktive Roboter-Installation kann von den Zuschauern in Echtzeit programmiert werden.

23.00 bis 07.00 Uhr: Ritournelle X Bunkernacht feat. Barnt DJ-Set (Kompakt/ Cómeme)
Der Sound des Kölner DJs und Produzenten Barnt definiert sich durch motorische Rhythmen und analoge Synthesizer. Eine Musik, die mehr nach deutscher Ingenieurskunst als nach Funk und Soul klingt. Barnt setzt in seinen Stücken deutliche Referenzen zum Krautrock der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts, also zu jenem maschinellen Sound-Kosmos, der vor allem im Raum Düsseldorf den Grundstein legte für die elektronische Pop-Musik der folgenden Jahre. House und Techno wären kaum denkbar ohne Bands wie Neu!, Can, Tangerine Dream oder Kraftwerk, die dem Rock’n’Roll und der Beatmusik der schziger Jahre entgegentraten, und an die Stelle von gesungenen Hooklines und griffigen Melodien, abstrakte elektronische Instrumentalmusik setzten.

Die „neue kosmische Musik“ der siebziger Jahre – das hörten die Musiker damals lieber als den von englischen Radio-DJs geprägten Begriff „Krautrock“ – suchte neue Klangwelten und psychedelische Zustände und war mitunter sehr akademisch geprägt. Der Kölner Barnt geht dagegen von einer Gegenwart aus, in der House und Techno als Struktur längst ihren Siegeszug in der Pop-Musik angetreten haben und elektronische Klänge sämtliche Musikgenres beherrschen. Barnt führt den Club von heute also gewissermaßen wieder zu seinen Ursprüngen zurück, allerdings hat die jetzige Liaison zwischen Damals und Heute deutlich mehr physischen Druck. Barnt weiß eben nicht nur, wo Clubmusik herkommt. Er weiß auch, wie man sie heutzutage produziert. Als einer der drei Gründer des Kölner Labels Magazine genießt er einen klangvollen Namen unter Connaisseuren und Musikjournalisten. Aber auch als DJ ist er durch seine außergewöhnliche Selektion voller Experimentierfreude und musikhistorischer Referenzen in den wichtigsten Clubs der Welt ein gerne gesehener Gast. Support erhält er diesmal von Bunkernacht-Host Ahmet Sisman und Ritournelle-Gründer Tobias Staab.

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