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ZeIT FoRUm KuLTUr

Ute Langkafel

Freiheit verspielt, Angst gewonnen
Wie sich Europa in der Flüchtlingsfrage selbst abschafft

Erst hieß es: Wir schaffen das. Euphorische Willkommensbilder aus Deutschland gingen um die Welt. Doch einige Monate später dominiert besonders das Wort „Angst“ die Diskussionen und verdeutlicht wie schwankend die Stimmung ist. Längst zeigen viele Deutsche mit dem Finger auf andere: andere Länder und auf die Anderen selber, die Neuen, die Fremden, die Geflüchteten und Eingewanderten: „Integriert euch!“ Dass ein ganzer Kontinent, die westliche Wertegemeinschaft, in den vergangenen Monaten zusehends die eigenen Ideale über Bord wirft, wird kaum noch hinterfragt. Oder schliddern wir gerade in ein ideologisches Dilemma? Verraten wir aus Angst vor fremden Werten unsere eigenen Werte gleich mit? Und wovor haben wir eigentlich so viel Angst?

Wir leben in einer Zeit, die in die Geschichtsbücher eingehen wird als eine Zeit, in der unsere Generation aufgefordert war, für die Gesellschaft, die sie sein wollte, auch einzustehen. Das sagt die Politologin Esra Küçük. Die Gründerin und lange Zeit Chefin der „Jungen Islam Konferenz“ stellt in diesem historischen Moment unsere zentralen Werte der Aufklärung infrage und fordert uns auf, die Komfortzone zu verlassen. Jetzt ist sie am Maxim Gorki Theater und schafft dort im Gorki Forum einen Diskursraum über solche Themen. Ihre Rede beim ZEIT Forum Kultur soll Anstoß sein für eine kritische Diskussion unserer Ideale, Worte – und Taten.

Nach ihrem exklusiven Vortrag spricht Esra Küçük mit dem ZEIT-Redakteur Heinrich Wefing unter Beteiligung des Publikums, das herzlich eingeladen ist, mit zu debattieren.

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