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Installation

WhITe cIRcLe

Alva Noto, Byetone
Frank Bretschneider, Kangding Ray
raster-noton

Michael Wolf

Kann man Sound sehen? Wie lässt sich ein Raum spüren? Und in welchem Verhältnis stehen Architektur und Klang? In die Installation „White Circle“ tauchen die BesucherInnen unmittelbar ein, während Licht und Sound sich an ihre Körper schmiegen und den sie umgebenden Raum fortwährend transformieren. „Seid umschlungen“!

Seit 1996 bildet das raster-noton Label eine Plattform für unterschiedliche KünstlerInnen und Kunstformen, die durch den Willen zu minimalistischen und mitunter rigiden Formen geeint werden. Wenn man lediglich die Musik betrachtet, die auf raster-noton erscheint, zeigt sich bereits ein breites Spektrum, das von moderner Clubmusik bis zu Entwürfen zeitgenössischer Klassik reicht. Alva Noto – als Bildender Künstler unter dem Namen Carsten Nicolai bekannt – war bei der Ruhrtriennale bereits 2012 gemeinsam mit Ryuichi Sakamoto (mit dem er den golden-globe-nominierten Soundtrack zu Alejandro G. Iñárritus „The Revenant“ komponierte) und dem Ensemble Modern zu Gast. 2016 präsentierte Alva Noto im Rahmen von Ritournelle ein Set abstrakter elektronischer Clubmusik.

raster-noton als „Archiv für ton und nicht-ton“ findet aber nicht nur in Musik, Videos, Büchern, sondern auch in Installationen Ausdruck, die ein Verhältnis zwischen den einzelnen Disziplinen schaffen. So auch „White Circle“, eine Installation, die 2016 zum zwanzigjährigen Jubiläum des Labels entstand. Im Zentrum steht ein Ring aus Leuchtstoffröhren, welche einzeln auf musikalische Impulse reagieren und den Raum illuminieren. Bei der Ruhrtriennale handelt es sich in diesem Fall um eine der beeindruckendsten Industriehallen des Ruhrgebiets: die Duisburger Kraftzentrale.

Für die Installation wurden eigens Kompositionen an raster-noton-Künstler in Auftrag gegeben. Sechs Stücke von Alva Noto, Byetone, Kangding Ray und Frank Bretschneider laufen hier im Loop und interagieren jeweils auf sehr unterschiedliche Weise mit den Leuchtstoffröhren. Dadurch wird jedes einzelne Stück zu einer eigenen synästhetischen Erfahrung.

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