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Musik

MIssA SoLemNIs

Ludwig van Beethoven, Steven Sloane
Bochumer Symphoniker

Mark Wohlrab

Nicht mit dem „Seid umschlungen“ aus Beethovens Neunter Sinfonie beschließen wir diese Ausgabe der Ruhrtriennale, sondern mit dem erschütternden Aufruf zum Frieden „Dona nobis pacem“ aus seiner Missa Solemnis. Beethovens äußerst persönliches Testament ist ein Meilenstein in der westlichen Kunstmusik: Nachdem schon zuvor die Grenzen und Dimensionen der Sinfonie, des Streichquartetts und der Sonate erweitert hatte, schrieb er mit dieser Messe eine der bis dahin ehrgeizigsten Vokalkompositionen. Er arbeitete länger an der Messe als an jedem anderen Werk – ein „Work in Progress“, das schließlich das einzige geistliche Werk sein sollte, das er in seinen letzten Lebensjahren vollenden konnte. Mit einer an Besessenheit grenzenden Hingabe versuchte Beethoven, in der Missa Solemnis eine perfekt klingende Umsetzung des Messetextes zu finden. Weil er darin zugleich seine humanistischen Überzeugungen vertonte, weitete das Werk sich zu einer musikalischen Utopie einer Welt in Frieden und Freiheit.

Steven Sloane und die Bochumer Symphoniker erarbeiteten rund um Beethovens letzte Messkomposition eine „Beethoven Experience“, die in verschiedenen Räumen des Anneliese Brost Musikforums in Bochum stattfinden wird. Eine einzigartige Gelegenheit, das neue Haus der Bochumer Symphoniker zu entdecken.

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