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Musik

kOnZERTe IM mAScHINeNHAUS - HEt CoLLEctIeF

Het Collectief

Emanuel Maes

Am 15. Januar 1941 hörten 5.000 französische Kriegsgefangene in einer eiskalten Baracke des Konzentrationslagers Stalag VIII in Görlitz die Premiere des „Quatuor pour la fin du temps“ von Olivier Messiaen. „Nie hat man meiner Musik mit größerer Aufmerksamkeit und größerem Verständnis zugehört”, sagte der französische Komponist später über diese Aufführung. Das Quartett, das in der Kriegsgefangenschaft entstand, handelt vom Ende der Zeiten und von der Aufhebung des musikalischen Zeitbegriffs. In manchen Teilen scheint Messiaen mit unendlich langen, langsamen Melodien die Zeit stillzulegen. Mit komplexen Rhythmen aus der indischen Musik durchbricht er den regelmäßigen Puls der westlichen Musik. Auch die freie Rhythmik des Vogelgesangs inspirierte den Komponisten, für den Natur und Musik nichts anderes als die Abbildung des Göttlichen waren.

Das „Quatuor pour la fin du temps” nimmt einen zentralen Platz im Repertoire von Het Collectief ein. Das belgische Kammermusikensemble verbindet das Quartett mit Werken zeitgenössischer Komponisten, die von Messiaens Experimenten mit Rhythmus und Klangfarbe beeinflusst wurden. In diesem Jahr hat Het Collectief den angesehenen Preis der Deutschen Schallplattenkritik für seine Janáček-CD gewonnen, einer gemeinsamen Aufnahme mit Reinbert de Leeuw und dem Collegium Vocale Gent. Het Collectief garantiert Kammermusik auf allerhöchstem Niveau. 

Kaija Saariaho
NoaNoa         

Karel Goeyvaerts
Voor Harrie, Harry en René  

Pierre Boulez
Sonatine voor fluit en piano             

Giacinto Scelsi
Ko-Lho                                                                     

Luc Brewaeys
Ni fleurs ni couronnes                                  

Olivier Messiaen
Quatuor pour la fin du temps            

Besetzung/ Mitwirkende

Violine - Wibert Aerts
Klarinette - Julien Hervé
Klavier - Thomas Dieltjens
Flöte - Toon Fret
Cello - Martijn Vink

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