Biographien The Factory

Omar Abusaada

Mohammad Al Attarda

Lina Murad

Ramzi Choukair

Saad Al Ghefari

Mustafa Kur

Saleh Katbeh


Omar Abusaada

Der Regisseur und Dramatiker Omar Abusaada, geboren 1977 in Damaskus, arbeitete nach Abschluss seines Studiums am Higher Institute of Dramatic Arts in Damaskus zunächst als Dramaturg, bevor er als Regisseur seine eigene Vision von Theater zu entwickeln begann und mit Kolleg*innen in Damaskus die Theatertruppe Studiotheater gründete. Für die meisten seiner Werke, die sich an der Schnittstelle zwischen Fiktion und Dokumentation bewegen, arbeitet er mit dem syrischen Dramatiker Mohammad Al Attar zusammen. Gemeinsam verdichten sie die Strapazen des Krieges und zeigen, was es bedeutet, diese auszuhalten. Zu Abusaadas Arbeiten zählen unter anderem Iphigenia (2017), While I was Waiting (2016), Antigone of Shatila (2014), Syria Trojan women (2013), Intimacy (2013), Could You Please Look into the Camera? (2012), Almirwad wa almikhala (2009) und Alaffich (2006). Seine Stücke wurden international aufgeführt, u. a. am Lincoln Center in New York sowie auf dem Festival d’Avignon, dem Kunstenfestivaldesarts in Brüssel, dem Festival d’Automne in Paris und dem Zürcher Theater Spektakel.


Mohammad Al Attar

Der Dramatiker Mohammad Al Attar, geboren 1980 in Damaskus, beschäftigt sich seit 2011 mit der syrischen Revolution und den Konflikten, die mit ihr einhergehen. Er studierte Englische Literatur und Theaterwissenschaften am Higher Institute of Dramatic Arts, später absolvierte er einen Master in Angewandter Theaterwissenschaft an der Londoner Goldsmiths University und gilt heute als wichtiger Chronist des vom Bürgerkrieg zerrissenen Syrien. Stücke wie Withdrawal, Online, Look at the street ... this is what hope looks like, Could You Please Look into the Camera? und While I was waiting wurden auf verschiedenen internationalen Festivals und Bühnen gezeigt. Für die meisten seiner Werke arbeitete er mit dem syrischen Regisseur Omar Abusaada zusammen. In ihrer jüngsten Trilogie widmen sich die beiden Theatermacher dem Leben von Frauen, die vor dem Krieg geflüchtet sind. Auf die Adaptionen Syria Trojan Women (2013) in Jordanien und Antigone of Shatila (2014) im Libanon folgte im September 2017 Iphigenie an der Volksbühne Berlin. Al Attars Aleppo, a Portrait of Absence wurde 2017 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin uraufgeführt. Als Autor schreibt Al Attar neben dem Theater für eine Vielzahl von Zeitschriften und Zeitungen, hauptsächlich über die syrische Revolution.


Lina Murad

Lina Murad, geboren 1970 in Damaskus, studierte Schauspiel am Higher Institute of Dramatic Arts sowie Theaterwissenschaften an der Nouvelle Sorbonne / Paris 3 und Film am CIFAP in Montreuil. Als Schauspielerin spielte sie zahlreiche Hauptrollen in Film, Fernsehen und Theatern, sowohl in Syrien als auch in Frankreich (z. B. in Pascal Ramberts Gilgamesh) und ist Jurymitglied verschiedener internationaler Filmfestivals. Ihre Fähigkeiten setzt sie außerdem ein, um mit Kindern in syrischen und jordanischen Geflüchtetenlagern Filme und Theaterstücke zu realisieren.


Ramzi Choukair

Ramzi Choukair, geboren 1971 in Beirut, Libanon, ist ein syrisch-französischer Schauspieler und Regisseur. Nach seinem 1994 abgeschlossenen Schauspielstudium am Higher Institute of Dramatic Arts in Damaskus verfolgte er sein Studium in Avignon und an der Université de Paris VIII weiter. Nach seiner Rückkehr nach Syrien wurde Choukair Künstlerischer und Technischer Leiter am Damascus Opera House, wo er mehrere Stücke inszenierte, darunter Al-Zîr Sâlem and Prince Hamlet – eine Adaption je eines Werkes aus dem Nahen Osten (Al-Zîr Sâlem) und aus dem Westen (Hamlet). Zudem unterrichtete er Schauspiel am Higher Institute of Dramatic Arts. Zurück in Europa schuf er zusammen mit dem Théâtre Jean Vilar in Vitry-sur-Seine die Plattform für Mittelmeerkunst Al-Wasl und arbeitete als Spezialist für arabisches Theater der Gegenwart am Théâtre Friche la Belle de Mai in Marseille. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur und Autor wirkte er als Schauspieler in verschiedenen Filmproduktionen in Syrien, Frankreich, Kanada und den USA mit. Choukair lebt in Marseille.


Saad Al Ghefari

Saad Al Ghefari, geboren 1981 in Damaskus, war schon vor seinem Schauspielstudium am Higher Institute of Dramatic Arts in Damaskus eine umtriebige Figur in der Kunst- und Theaterszene Syriens. Er wirkte in diversen Fernsehserien mit (z.B. Halawet Elrouh und Bab al-Hara), in Filmen (z.B. 7 km da Gerusalemme) und zahlreichen Theaterstücken (z.B. One Thousand and One Nights). Vor einiger Zeit hat er Syrien verlassen und ist nach Österreich gegangen. Dort spielt er regelmäßig in Kurzfilmen und Theaterstücken mit und hat sich außerdem ein zweites Standbein als Stand-up Comedian aufgebaut.


Mustafa Kur

Mustafa Kur, geboren 1989 in Lattakia, Syrien, studierte Schauspiel am Higher Institute of Dramatic Arts in Damaskus, bevor er in zahlreichen Inszenierungen in verschiedenen Theatern in Damaskus mitspielte, u. a. in Out of Control, Hysteria (Regie: Jihad Saad) und Trip play (am Alkabani Theater in Damaskus). Mustafa Kur spielte außerdem in While I was waiting von Omar Abusaada, das 2016 in Brüssel uraufgeführt wurde und seitdem in diversen Ländern auf der ganzen Welt gezeigt wird. Neben seiner Arbeit am Theater spielte er auch in verschiedenen Filmen mit, u.a. in Four o’Clock in Paradise (Regie: Mohamad Abdul Aziz), The Day I lost my Shadow (Regie: Soudade Kaadan) und Insyriated (Regie: Philippe van Leeuw), der 2017 auf der Berlinale und in diversen europäischen Kinos lief.


Saleh Katbeh

Saleh Katbeh, geboren 1990 in Damaskus, ist Oud-Spieler, Komponist und Musikwissenschaftler. Bevor er Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Damaskus studierte, lernte er am Solhi Al-Wadi Institut Oud und arabische Maqams. Nach seinem Abschluss kam er im Jahr 2014 als Student nach Deutschland, um an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar seinen Master in Musiktheorie abzuschließen. Als Komponist schreibt Saleh Katbeh Solo- und Kammermusik sowie Orchester-Stücke im traditionellen Arabischen Stil. Seine Stücke wurden auch vom Ramal Ensemble in Deutschland und vom Syrian National Orchestra for Arabic Music in Damaskus gespielt.

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