Festival der Künste2021

Benjamin Hoff: The Tao of Pooh

Benjamin Hoff: The Tao of Pooh | © Josh Sneesby

Ich pendle gerade quer durch London und habe dieses Buch dabei, das passt gut!

Das Buch hat mir meine Lebenspartnerin gegeben, sie liebt Pu der Bär. Wir haben oft darüber gesprochen, wie sich mit einfachen, unkomplizierten Geschichten komplexe Ideen erzählen lassen. Ich finde das großartig. Ich hatte das Buch bei ihr im Regal gesehen und habe bei jedem Besuch darüber nachgedacht ... Wie kann eine Zeichenfigur für Kinder die große Philosophie des Taoismus erklären? Tja. Sie hat mir das Buch geliehen.

Wie sich herausstellt, verkörpert die geliebte Zeichenfigur aus meiner Kindheit, Pu der Bär – ein kleiner, neugieriger, Honig liebender Bär – unwissentlich die Prinzipien des Taoismus, allein durch sein Sein. Von Moment zu Moment. Pu der Bär geht auf ganz einfache Weise durch sein Leben, und das Buch erklärt Philosophie auf ebenso einfache Weise. Sehr charmant und ganz und gar nicht abgehoben – das mag ich.

Jetzt im Londoner Lockdown ist das genau die richtige Lektüre. Es erinnert mich daran, im Moment zu bleiben und „mit der natürlichen Ordnung der Dinge“ zu arbeiten – sehr beruhigend und sehr wirksam. Eine großartige Kombination! Beim Lesen spüre ich, wie ich innerlich langsamer werde, sogar in der Londoner U-Bahn!

Josh Sneesby, London, 29. Januar 2021