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Reinbert de Leeuw

Der Komponist, Pianist und Dirigent Reinbert de Leeuw, geboren in Amsterdam, studiert Klavier und Musiktheorie am Amsterdamer Konservatorium und absolviert anschließend ein Kompositionsstudium bei Kees van Baaren am königlichen Konservatorium in Den Haag. Im Jahre 1972 steht er an der Wiege der Rondom-Konzertreihe und seit seiner Gründung 1974 ist Reinbert de Leeuw fester Dirigent des Schönberg Ensemble. Zudem dirigiert er regelmäßig auch andere Kammermusikensembles und wichtige niederländische Orchester wie z.B. das Koninklijk Concertgebouworkest.

Er macht weltweite Tourneereisen und tritt auf den bekanntesten Festivals auf. Neben seinen Aufgaben als Dirigent tritt Reinbert de Leeuw auch als Pianist auf. Er ist regelmäßig in Solo-Recitals und in diversen Kammermusikbesetzungen zu hören.

In der Spielsaison 1995-1996 widmet das Concertgebouw Amsterdam seine Carte Blanche-Reihe ganz Reinbert de Leeuw. Über seine Konzertaktivitäten hinaus dirigiert er diverse Produktionen an der Nederlandse Opera in Amsterdam und am Ensemble der Nationalen Reisopera in Enschede. Unter seiner Leitung entstandene Produktionen sind unter anderen Strawinskys „Rake’s Progress“, Andriessens „Rosa, a Horse Drama“, „Writing to Vermeer“, Ligetis „Le Grand Macabre“ und Viviers „Rêves d’un Marco Polo“. Er ist künstlerischer Leiter des Aldeburgh-Festivals, des Tanglewood Festivals und der Konzertreihen am Sydney Symphony Orchestra.

Von Reinbert de Leeuw ist eine große Anzahl von Aufnahmen erschienen, u.a. bei Philips, Teldec, Electra Nonesuch, Ovidis Montaigne mit Werken von Messiaen, Strawinsky, Janacek, Liszt, Gubaidulina, Oestvolskaya, Schönberg, Webern, Vivier, Andriessen und Reich.
Für seine Aktivitäten in der Musikwelt wurde Reinbert de Leeuw mehrmals ausgezeichnet. Im Jahre 1991 erhielt er den Sikkens Award und 1992 den größten niederländischen Musikpreis, das 3M-Laureat. Im Jahre 1994 wurde ihm der Ehrendoktortitel der Universität Utrecht zuerkannt. Reinbert de Leeuw ist seit 2001 als künstlerischer Leiter verantwortlich für die NJO Summer Academy, die internationale Orchester- und Ensemble-Akademie des nationalen niederländischen Jugendorchesters. Für das mit der NJO Summer Academy 2006 aufgeführte „Des Canyons aux Étoiles“ gewann er während des Edinburgh International Festival den Angel für die beste Aufführung.

Reinbert de Leeuw ist seit 2004 ordentlicher Professor für die Künste, insbesondere die ausführenden und schaffenden Künste des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, an der Universität Leiden. In diesem Jahr hat er die musikalische Leitung in DIE FREMDEN inne.

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