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Orson Hentschel

Der in Düsseldorf lebende Komponist hat in jungen Jahren angefangen klassisches Klavier zu spielen, konzentriert sich mittlerweile aber auf elektronische und experimentelle Musik und Filmkomposition. Auch wenn Orson Hentschel eine klassische musikalische Ausbildung durchlaufen hat, sind seine Kompositionstechniken alles andere als traditionell. So geht er selten von einer musikalischen Idee aus, sondern von der Suche nach geeignetem Soundmaterial. Seine Quellen sind vielfältig: Sounds und Samples, die bereits in Songs und Filmen verwendet wurden, wie Filmtonspuren, Soundtracks, Musikalben, Internet-Fundstücke, treffen auf mehrstimmige Vokalmusik aus dem 14. Jahrhundert und Kompositionsprinzipien der Minimal Music wie etwa die von Steve Reich. In seinen Kompositionen zieht er einen zeitgenössischen Querschnitt durch die Musikgeschichte und ihre Genres und formt daraus seinen eigenen musikalischen Ausdruck. Seine musikalischen Zeitsprünge sind weniger überraschend, wenn man weiß, dass Hentschel vor seinem Musikstudium in Düsseldorf, in Wien und Dresden Musikwissenschaft studiert hat.

Orson Hentschel als reinen Komponist zeitgenössischer Musik zu verstehen greift zu kurz, vielmehr versteht er sich selbst als audiovisueller Künstler. Er entwickelt seine eigene audiovisuelle Liveshow und verbindet darin Licht, Visuals und Nebel zu einer beeindruckenden Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Schlagzeuger Lukas Baumgart unterstützt das Live-Set – und zusammen mit Orson Hentschel entsteht ein Sound, dessen Energie deutlich physisch spürbar wird und
den Raum auflädt. Das Set ist eine intensive Erfahrung, die an jegliche Limits geht und das gewöhnliche Zeitempfinden ausschaltet. Hentschel verschiebt die Wahrnehmung – nicht durch bloße Lautstärke, sondern durch treibende Wiederholungen und ausgedehnte Spannungsbögen.

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