Skip to main content

Nicolas Stemann

Nicolas Stemann, geboren 1968 in Hamburg, studierte Regie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am Institut für Theater, Musiktheater und Film in Hamburg. Musik spielt stets eine zentrale Rolle in seinen Arbeiten. Immer wieder bekommt er Angebote, Opern zu inszenieren, so z.B. von der Komischen Oper in Berlin (Offenbachs „La perichole“) oder der Staatsoper Berlin („Rein Gold“ nach dem gleichnamigen Bühnenessay von Elfriede Jelinek und der Musik aus Richard Wagners Ring). Erste Arbeiten entstanden vor allem in der Hamburger Kampnagelfabrik („Terror-Trilogie“, „Möwe“, „Verschwörung“ u.a.); Bis heute ist „WERTHER!“ (1997) an vielen Theatern und bei internationalen Festivals zu sehen.

Stemann inszeniert regelmäßig am Schauspiel Hannover und Thalia Theater in Hamburg, am Deutschen Theater in Berlin, am Schauspiel Köln und am Burgtheater Wien, wo er u.a. „Das Werk“ (2004) und „Babel“ (2005) von Elfriede Jelinek uraufgeführt hat. Zahlreiche weitere Uraufführungen ihrer Texte folgten: u.a. am Deutschen Theater („Über Tiere“), am Thalia Theater („Ulrike Maria Stuart“ und „Abraumhalde“), in Köln („Die Kontrakte des Kaufmanns“), an der Staatsoper in Berlin („Rein Gold“) und zuletzt „Die Schutzbefohlenen“ anlässlich des Festivals Theater der Welt (Einladung zum Berliner Theatertreffen und zu den Mülheimer Theatertagen 2015). Viele seiner Inszenierungen werden wiederholt zu nationalen wie internationalen Festivals, zu den Mülheimer Theatertagen und auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen, so „Hamlet“ (TT 2002), „Die Räuber“ (TT 2009) und „Faust 1 und 2“ (TT 2012). 2012 wird er für seinen „Faust“ mit dem 3sat-Preis des Berliner Theatertreffens aufgrund seiner richtungsweisenden künstlerisch-innovativen Leistung ausgezeichnet und zum Regisseur des Jahres gewählt.
Stemann steht immer wieder auch selbst auf der Bühne: nicht nur in der Produktion „Die Kontraktes des Kaufmanns“, die er live jede Vorstellung wieder neu inszeniert und mitgestaltet, sondern auch in installativen Arbeiten wie „Kommune der Wahrheit“, konzertartigen Theaterprojekten („Zwölf letzte Lieder“ DT, „Der demographische Faktor“) sowie in dem einst für das Burgtheater entwickelten Improvisations-Format „Gefahr-Bar“, das er mit seinen beiden langjährigen Weggefährten und Musikerkollegen Thomas Kürstner und Sebastian Vogel gestaltet. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Nicolas Stemann Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen. Bei der Ruhrtriennale 2017 inszeniert er Elfriede Jelineks „Kein Licht.(2011/2012/2017)“

Tickets