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Meg Stuart

Meg Stuart, geboren in New Orleans, ist Choreografin und Tänzerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin (D) und Brüssel (B). Stuart zog 1983 nach New York und studierte Tanz an der New York University. Sie setzte ihre Ausbildung bei Movement Research fort und war in der New Yorker Tanzszene aktiv.

Auf Einladung des Klapstuk Festival in Leuven (B) entstand 1991 ihr erstes abendfüllendes Stück Disfigure Study, das den Beginn ihrer künstlerischen Karriere in Europa markierte. In dieser Choreografie umkreist Stuart den Körper als verletzbare physische Einheit, die dekonstruiert, verzerrt oder verschoben werden kann und doch weiterhin Bedeutungen generiert. 1994 gründete Stuart in Brüssel die Compagnie Damaged Goods, um künstlerische Projekte in einer eigenen Arbeitsstruktur zu entwickeln. Meg Stuart und Damaged Goods realisierten zusammen über dreißig Produktionen, von Solostücken wie XXX for Arlene and Colleagues (1995), Soft Wear (2000) und dem abendfüllenden Solo Hunter (2014) bis zu Ensemblestücken wie Visitors Only (2003), Built to Last (2012) und UNTIL OUR HEARTS STOP (2015). Darüber hinaus entstanden zahlreiche ortsspezifische Projekte, Installationen und Videoarbeiten.

Improvisation ist ein wichtiges Element in der Praxis Meg Stuarts. Sie initiierte verschiedene Improvisationsprojekte wie Crash Landing und Auf den Tisch!. Im vergangenen Jahr veranstaltete Stuart in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Berliner Künstlerinnen die Improvisationsserie City Lights – a continuous gathering im HAU Hebbel am Ufer in Berlin.

In Zusammenarbeit mit Künstler_innen aus verschiedenen Disziplinen sucht Stuart für jedes Stück nach einer neuen Sprache und bewegt sich häufig im Spannungsfeld von Tanz und Theater. So arbeitete sie u.a. mit den bildenden Künstlern Gary Hill und Ann Hamilton und den Komponisten Hahn Rowe und Brendan Dougherty zusammen. Die Verwendung theatraler Elemente und der Dialog zwischen Bewegung und Narrativ sind wiederkehrende Themen ihrer Choreografien. Stuarts Arbeit zeigt einen verletzlichen Körper, der sich selbst in Frage stellt. Durch Improvisation erkundet und analysiert Stuart körperliche und emotionale Zustände oder die Erinnerung daran. Auf der Suche nach neuen Präsentationsformen und Territorien wird die Identität ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder neu definiert.

Meg Stuart/Damaged Goods kooperieren mit dem Kaaitheater (Brüssel) und dem HAU Hebbel am Ufer (Berlin).

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