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Luk Perceval

Luk Perceval beginnt seine Theaterlaufbahn 1979 als Schauspieler am Nationaltheater Antwerpen, fünf Jahre später gründet er die freie Truppe „Blauwe Maandag Compagnie“, mit der er u.a. den Shakespeare-Marathon „Ten oorlog“ realisiert. Die deutschsprachige Version unter dem Titel „Schlachten!“ wird 1999 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, im Jahr 2000 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und zur Aufführung des Jahres gewählt sowie mit dem „Innovationspreis“ des ZDF/3SAT ausgezeichnet.

1998 wird Perceval Intendant des Nationaltheaters Antwerpen, das er zum „Het Toneelhuis“ umstrukturiert. Als Opernregisseur arbeitet er an der Staatsoper Stuttgart, an der Staatsoper Hannover und an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Seit 2000 entwickelt Perceval eine Reihe von Theaterfilmen von seinen Inszenierungen und realisiert die Dokumentarfilme „Düsseldorf mon Amour“ und „Die verborgene Stadt“. Von 2005 bis 2008 ist Luk Perceval Hausregisseur an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin.

Seit der Spielzeit 2009/2010 ist Luk Perceval Leitender Regisseur am Thalia Theater. Dort inszenierte er u.a. „The truth about THE KENNEDYS“, „Hamlet“ von William Shakespeare in einer Bearbeitung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel und „Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert (Premiere 2011), für die er im April 2014 in Moskau die renommierte „Goldene Maske“ in der Kategorie The Best Foreign Production Presented in Russia in 2013 verliehen bekommt.
2011 entsteht in Kooperation mit der Ruhrtriennale Shakespeares „Macbeth“. Seine Inszenierung „Jeder stirbt für sich allein“ nach dem Roman von Hans Fallada ist im Mai 2013 zum Theatertreffen der Berliner Festspiele eingeladen. „Jeder stirbt für sich allein" wird bei der jährlichen Kritiker-Umfrage von Theater heute zur Inszenierung des Jahres 2013 gewählt. Im selben Jahr wird Luk Perceval mit dem deutschen Theaterpreis Der Faust in der Kategorie Regie Schauspiel ausgezeichnet.
In der Spielzeit 2013/14 erarbeitet er in Koproduktion mit dem NTGent „FRONT - Im Westen nichts Neues“, eine Polyphonie nach „Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque, „Le Feu" von Henri Barbusse und Zeitdokumenten. Die Produktion wird zu zahlreichen nationalen wie internationalen Festivals eingeladen.
In Zusammenarbeit mit der Ruhrtriennale entsteht für die Spielzeit 2015-2017 eine Trilogie basierend auf dem Romanzyklus „Die Familie Rougon-Macquart“ von Émile Zola.


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