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Julian Rosefeldt

Julian Rosefeldt, geboren 1965 in München, studierte Architektur in München und Barcelona, seit 1999 lebt und arbeitet er in Berlin. 2010 wird er Mitglied der Abteilung Film- und Medienkunst an der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2011 lehrt er an der Akademie der Bildenden Künste München als Professor für digitale und zeitbasierte Medien. Seine Arbeiten werden weltweit ausgestellt (Einzelausstellungen u.a. in Wien, Taipei, London, Beijing, Paris, New York, Berlin) und befinden sich in internationalen Sammlungen wie z.B. im MoMA in New York, in der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary in Wien, im Kunstmuseum Bonn oder in der Sammlung Götz in München.

Rosefeldts Arbeiten changieren an der Schnittstelle zwischen narrativem Film und Videokunst. Seine Werke sind aufwendig inszenierte Film- und Videoinstallationen, zumeist angelegt als panoramaartige Mehrkanal-Projektionen, die sich durch eine komplexe Verflechtung verschiedener Dimensionen unserer Wirklichkeit auszeichnen. So etwa die Filminstallation „Trilogie des Scheiterns“ (Trilogy of Failure, 2004/05), im Rahmen derer sich Rosefeldt mit der Frage nach der Absurdität der menschlichen Existenz auseinandersetzt. Ein anderes Werk, „American Night“ (2009), greift politische Fragen auf: Die Arbeit dekonstruiert den amerikanischen Gründungsmythos und schließt ihn mit aktuellen hegemonialen Ambitionen der US-Außenpolitik kurz. In den beiden Filminstallationen „The Ship of Fools“ (2007) und „Meine Heimat ist ein düsteres, wolkenverhangenes Land“ (My home is a dark and cloud-hung land, 2011) beschäftigt sich Rosefeldt mit der Frage nach einer deutschen Identität und dem problematischen Umgang mit nationalen Symbolen und Mythen. Rosefeldts Kunst ist immer auch eine Hommage an das Medium Film und eine Reflexion über fiktives Erzählen im Kino und seine ikonographischen Mittel.

Im Rahmen der Ruhrtriennale 2015 bebilderte Rosefeldt Joseph Haydns „Die Schöpfung“. Auf Grundlage der Filmbilder entstand außerdem die Installation „In the Land of Drought“, die im Landschaftspark Duisburg-Nord gezeigt wurde. 2016 zeigte er auf der Ruhrtriennale die filmische Installation „Manifesto“ (2015), eine Hommage an die Künstlermanifeste des 20. Jahrhunderts, in der die Schauspielerin Cate Blanchett in dreizehn unterschiedlichen Rollen zu sehen ist. Als Beitrag von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2017 realisiert er seine neue Videoinstallation „Euphoria“.

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