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Julian Röder

Julian Röder (Jahrgang 1981) zählt zu den wichtigsten konzeptionell arbeitenden Dokumentarfotografen Deutschlands. International bekannt wurde er mit seiner Serie „The Summits“ (2001 – 2008) über Proteste während diverser G8-Gipfel. Zusammenhängen von Macht und Ökonomie gilt sein Hauptaugenmerk, wobei seine fotografischen Arbeiten stets zwischen Dokument und Inszenierung changieren. Sie beeindrucken durch eine klare Sprache, die mitunter an klassische Schlachtengemälde oder ästhetisieren­de Werbefotos erinnert, um sie der all­täglichen Bilderflut zu entheben und den Betrachter zum Hinsehen zu bewegen. Auch für seine Fotoserie „Mission and Task“ (2012/2013) zum Thema Außengrenze Eu­ropa fand er Bilder, die unser europäisches Selbst­verständnis infrage stellen. Zurzeit sind Werke von ihm im Kunstverein Ulm in der Ausstellung „Insel“ zu sehen (bis 04.04.2016). Das 2014 erschienene Buch „World Wide Order“ dokumentiert seine bis dahin entstandenen Arbeiten. Exklusiv für die Ruhrtriennale ist 2015 eine Serie mit Fotografien der postindustriellen Spielstätten des Festivals entstanden, die in den folgenden Jahren fortgesetzt wird.

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