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Helgard Haug

Helgard Haug realisiert in unterschiedlichen Konstellationen Interventionen im öffentlichen Raum sowie dokumentarische Theaterstücke und Hörspiele. Wirklichkeit wird nicht abgebildet, nicht künstlich dramatisiert, sondern mit neuen Vorzeichen auf die Bühne bzw. ins Radio geholt. Eines der jüngsten Projekte ist zum Beispiel die Simulation der „Welt-Klimakonferenz“ am Schauspielhaus Hamburg. 2002 gründete sie mit Stefan Kaegi und Daniel Wetzel das Label Rimini Protokoll als postdramatischen Gegenentwurf zum klassischen, dramatischen Theater. In „Call Cutta in a Box“ erforschten sie beispielsweise was passiert, wenn die transatlantische Verbindung zwischen einem indischen Call-Center und einem westlichen Konsumenten nicht dem Verkauf, sondern der Verführung dient. Ein weiteres Beispiel ihrer Arbeit ist das Multi-Player Videostück „Situation Rooms“, in dem die globalisierte Welt der Pistolen, der Sturmgewehre und Drohnen, der Regierenden und Flüchtenden nachgebaut wurde, die zu einem Parcours unerwarteter Nachbarschaften und Kreuzungen führte.

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