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Gabriela Maria Schmeide

Gabriela Maria Schmeide wächst zweisprachig als Tochter sorbischer Eltern in Bautzen auf. Als sie nach dem Abitur zunächst Medizin studieren will, bleibt ihr das in der damaligen DDR versagt, da ihr Vater zuvor in den Westen geflohen ist. Stattdessen findet sie über eine erste Tätigkeit als Souffleuse in Bautzen und nach einer Gesangs- und Violinausbildung zur Schauspielerei und studiert an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Kurz darauf erhält sie den Förderpreis der Akademie der Künste. Nach dem Studium bleibt sie zunächst in Berlin und geht ans Berliner Ensemble. 1992 wird sie von der Zeitschrift „Theater heute" zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt. 1994 zieht sie dann nach Bremen, wo sie bis 2009 zunächst fest und dann frei im Ensemble des Theater Bremen spielt. Sie arbeitet u.a. mit den Regisseuren Konstanze Lauterbach, Karin Henkel, Andrej Woron und Peter Palitzsch. Sie ist u.a. Lady Macbeth in „Macbeth“ und Blanche in „Endstation Sehnsucht“.

Spätestens seit ihrer Titelrolle in Andreas Dresens Film „Die Polizistin“, für den sie den Adolf-Grimme-Preis erhält, wird sie in Film und Fernsehen bekannt. „Halbe Treppe“ (Regie: Andreas Dresen), „Der Aufstand“ (Regie: Hans-Christoph Blumenberg), „Leben wäre schön“ (Regie: Kai Wessel), „Das weiße Band" (Regie: Michael Haneke), „Patchwork“ (Regie: Franziska Buch) sowie „Polizeiruf 110“, „Tatort" und zahlreiche weitere Film– und Fernsehproduktionen folgen, unter anderem ist sie 2010 in der Hauptrolle in Doris Dörries „Die Friseuse“ zu sehen. Sie spielt die Rolle der Hete Häberle zur Premiere von Luk Percevals Inszenierung „Jeder stirbt für sich allein“, die zum Berliner Theatertreffen 2013 nach Berlin eingeladen ist.

Gabriela Maria Schmeide ist seit der Spielzeit 2009/2010 festes Ensemblemitglied des Thalia Theaters.

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