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Eric Sleichim

Erich Sleichim (1958) studierte an den Konservatorien von Brüssel und Lüttich. In den 1980er Jahren gründete er die Gruppe „Maximalist!“, die die Musik für die ersten Produktionen von Anne Teresa de Keersmaeker und Wim Vandekeybus kreierte.

1988 gründete Sleichim auch BL!NDMAN, ein Saxophonquartett traditioneller Besetzung, das neue Spieltechniken entwickelte und das Saxophonquartett-Repertoire deutlich erweiterte, indem es ständig die Schnittstellen mit anderen Kunstdisziplinen auslotete. 2008 wurde BL!NDMAN ein Kollektiv von vier Quartetten. So wurden 20 Jahre Bühnenerfahrung, die die Originalbesetzung gesammelt hatte, mit drei jüngeren Quartetten geteilt: BL!NDMAN [drums], BL!NDMAN [vox] und BL!NDMAN [strings]. 2015 wurde das Vokalquartett durch BL!NDMAN [hybrid], ein gemischtes Quartett, ersetzt.
Von Anfang an entwickelten Eric Sleichim & BL!NDMAN Multimedia-Performances und spielten Livemusik zu einer Reihe von Stummfilmen. Gemeinsam haben sie mit international anerkannten Künstlern zusammengearbeitet, darunter Jan Fabre, Anne Teresa de Keersmaeker, Heiner Goebbels and Ivo Van Hove. Seit 2007 haben Van Hove und Sleichim eine dauerhafte und fruchtbare Zusammenarbeit aufgebaut, die zu einhellig gelobten Produktionen geführt hat, zum Beispiel Kings of War (2015) und Les Damnés (2016).
Als komponierender Saxophonist erfuhr Sleichim internationale Anerkennung aufgrund der extrem eigenwilligen Art, in der er das Instrument spielt: Er macht sich dabei neben der Tonqualitäten des Saxophons auch die Geräusche von quietschenden Federn und Klappen, Knallen und Schmatzgeräusche zunutze. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts konzentriert sich Eric Sleichim auf alte Musik, um seine Suche nach unentdeckten Möglichkeiten für das Saxophon fortzusetzen.
Seit der Eröffnung des MAS im Jahr 2011 ist Sleichim Composer-in-Residence dieses neuen Antwerpener Museums.

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