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Daniel Josefsohn

Daniel Josefsohn (Jahrgang 1961) ist einer der wichtigsten zeitgenössischen deutschen Fotografen. Seine Fotografien entziehen sich gängigen Sehgewohnheiten und be­wegen sich scheinbar schwerelos zwischen Kunst und Kommerz. Nach der legendären „Miststück“-Kampagne für den Musiksender MTV in den 1990er-Jahren ar­beitete Josefsohn für zahlreiche Magazine und prägte lange Zeit das Außenbild der Volksbühne Berlin. Mit seinen Werken tariert er die Gratwanderung zwischen Provokation und Humor, zwischen ironischer Setzung und politischer Anstiftung jedes Mal neu aus, um unbequem zu sein und genau dafür geliebt zu werden. Beispielhaft hierfür ist seine inszenierte Bildserie mit Stormtrooper-Helm auf dem Platz des Himmlischen Friedens, auf dem Brandenburger Tor oder vor der Klagemauer. Nicht selten thematisiert Josefsohn seine israelische Nationalität und den Nahost-Konflikt, etwa in der Bildreihe „Jewing Gun“. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2012 dokumentierte er in der Fotokolumne des „ZEITmaga­zins“ ein Jahr lang gemeinsam mit Karin Müller das Vorher und Nachher seines Lebens und Arbeitens; die Serie wurde mit dem deutschen LeadAward für die beste Reportagefotografie ausgezeichnet und erschien unter dem Titel „Fuck Yes“ als Sammelband. Der 2014 veröffentlichte Bildband „OK DJ“ gibt einen Überblick über sein bisheriges Schaffen.

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