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Arne Deforce

Arne Deforce ist bekannt für seine leidenschaftlichen Interpretationen von zeitgenössischer und experimentaler Musik. Seine einfallsreichen Programme untersuchen neue musikalische Ausdrucksformen, in denen das unbefangene kreative Zuhören eine zentrale Rolle spielt. Er studiert an den Königlichen Konservatorien von Brüssel und Gent und erhält ein Diplom in Cello und Kammermusik mit Auszeichnung. Im Jahr 2012 promoviert er an der Universität Gent.

Als Musiker, Künstler und Forscher ist er fasziniert davon, wie an der Nahtstelle zwischen Musik, Kunst, Technologie und Wissenschaft neue Konzepte und Ausdrucksformen in der Musik entwickelt werden können. In der Kreation „life-form“ (2012) beschäftigt er sich bspw. mit Konzepten von Transformation und Mutation u.a. in der Biogenetik. Er erforscht in seiner Musik, wie Prozesse des organischen Lebens als Metapher für musikalische Produktion genutzt werden können.

Als Solist konzentriert er sich vornehmlich auf das Solo- und Kammermusikrepertoire mit einer Vorliebe für die Werke beispielsweise von Iannis Xenakis, John Cage, Brian Ferneyhough, Giacinto Scelsi, Morton Feldman und Karlheinz Stockhausen. Er arbeitete mit Komponisten wie Richard Barrett, Jonathan Harvey, Raphael Cendo, James Dillon, Wolfgang Rihm und Helmut Lachenmann zusammen. Er improvisiert mit Live-Elektronik und Mixed-Media-Performances u.a. mit Peter Jacquemyn, Mikka Vaino, Phil Niblock sowie Visual Kitchen und arbeitete in Projekten mit dem Centre Henri Pousseur Liège, Ircam Paris und Gram Lyon.

Darüber hinaus ist Arne Deforce in den Ensembles Champ d’Action und Ictus aktiv. In den Jahren 2002 bis 2004 ist er Artist in Residence am Concertgebouw Brugge. Von 2005 bis 2010 ist er zudem künstlerischer Leiter im Centre Henri Pousseur.

Seit Jahren spielt er auf den wichtigsten Musikfestivals für neue Musik: Ars Musica, Transit, Klara festival, Holland Festival, ManiFeste Paris, Abbaye de Royaumont, Archipel Genève, Musica Strassbourg, Mito, Huddersfield Contemporary MusicFestival und Amsterdamse Cellobiënnale. Als Solist tritt er u.a. mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra, Orquesta de la Communidad de Madrid, Brussels Philharmonic sowie mit dem Ensemble MusikFabrik auf und arbeitet zusammen mit den Dirigenten Peter Eötvos, Martin Brabbins, James Wood, José Ramón Encinar und Michel Tabachnik.

Seine Diskografie – mit Werken von Jonathan Harvey, Phil Niblock, Giacinto Scelsi, Morton Feldman und die jüngste Aufnahme der gesammelten Werke für Cello „+1“ von Iannis Xenakis erhält große internationale Aufmerksamkeit (Diapason d'or, Coupe de coeur Académie Charles Cros, Prijs Caecilia 2012). Zurzeit bereitet er neue Aufnahmen mit Arbeiten von Richard Barrett und Brian Ferneyhough vor.


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