Skip to main content

Alain Platel

Alain Platel, 1956 in Gent geboren, ist ausgebildeter Heilpädagoge. 1984 gründete er mit Freunden und Verwandten ein Kollektiv, das sich bald nach seiner Gründung in les ballets C de la B umbenannte. Mit der Gruppe entstanden unter anderem die Stücke „Emma“ (1988), bei dem Alain Platel Regie führte, „Bonjour Madame“ (1993) und „lets op Bach“ (1998). Letzteres stellte den Durchbruch der Gruppe dar.
Die Stücke von Alain Platel beschäftigen sich mit den vielfältigsten Themen, Menschen und Orten. In „C(H)ŒURS“ (2012), Platels bisher größtem Projekt, nutzt er bekannte Chorpassagen aus Verdis und Wagners Opern, und erkundet so mit seinen Tänzern und dem Chor des Teatro Real, wie eine Gruppe wunderschön gefährlich sein kann. „Coup Fatal“ (2014), eine Zusammenarbeit mit Fabrizio Cassol, beschäftigt sich hingegen mit den realen Lebensbedingungen der im Stück mitwirkenden Musiker aus dem Kongo, und in „tauberbach“ (2014, eingeladen zum Berliner Theatertreffen) geht es um Menschen, die auf einer Mülldeponie leben. In seinen Stücken zeigt sich Lebensfreude als Akt der Rebellion gegen widrige Umstände, private Lebensumstände werden so durch die Darstellung auf der Bühne reflektiert und politisiert.
Außerdem hat Alain Platel Filme über Tanz sowohl in Zusammenarbeit mit der britischen Regisseurin Sophie Fiennes als auch allein gemacht. Mit seinem Film „de balletten en ci en là“ (2006) zeigt er, wie es in seiner Company zugeht, gleichzeitig ist der Film aber auch eine Ode an seine Heimatstadt Gent.

Tickets