Biographien UNIVERSE, INCOMPLETE

Christoph Marthaler, Regie

Titus Engel, Musikalische Leitung

Anna Viebrock, Bühne & Kostüm

Andreas (Phoenix) Hofer, Licht

Bochumer Symphoniker

The Rhetoric Project

Schlagquartett Köln

 

Christoph Marthaler,

geboren 1951 in Erlenbach bei Zürich, war in den Siebziger und Achtziger Jahren als Theatermusiker an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen tätig und arbeitete von 1988 bis 1993 kontinuierlich am Theater Basel. Mit der Inszenierung Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab! (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz) aus dem Jahre 1993 wurde seine neuartige Theatersprache auch auf den deutschen Bühnen bekannt. Von 2000 bis 2004 war Marthaler Intendant des Schauspielhauses Zürich, das in dieser Zeit zweimal zum „Theater des Jahres“ gewählt wurde. Mehr als 15 Inszenierungen von Christoph Marthaler wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, er erhielt zahlreiche Preise, darunter zuletzt den Goldenen Löwen der Biennale Venezia sowie den Zürcher Kunstpreis, und seine Inszenierungen werden weltweit auf renommierten Festivals präsentiert. Marthaler inszenierte auch an diversen Opernhäusern, u.a. in Paris, Zürich, Madrid und bei den Salzburger Festspielen.


Titus Engel

Offenheit für innovative Projekte und Konzertformate im Verbund mit einer technischen Präzision sondergleichen zeichnen Titus Engel als einen der führenden kreativen Köpfe unter den Dirigenten seiner Generation aus. Neben seiner Beschäftigung mit neuester Musik und sinfonischen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts hegt er eine große Leidenschaft für Barockmusik. Geboren 1975 in Zürich, studierte er Musikwissenschaften und Philosophie in Zürich und Berlin sowie Dirigieren in Dresden. Nachdem ihn Gerard Mortier 2011 ans Teatro Real einlud begann seine internationale Laufbahn, welche ihn u.a. an die Vlaamse Opera (Czernowin Infinite now , Uraufführung des Jahres 2017), die Staatsoper Stuttgart, die Staatsoper Hamburg, die Staatsoper Berlin, die Oper Frankfurt und das Theater Basel (Stockhausen Donnerstag aus Licht Aufführung des Jahres 2016, La Traviata 2017) führte. Im Konzertbereich hat er eine enge künstlerische Beziehung zu den Sinfonieorchestern des SWR und des WDR, sowie zum Klangforum Wien.


Anna Viebrock,

geboren 1951 in Köln, studierte Bühnenbild bei Karl Kneidl an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche internationale Schauspiel- und Opernhäuser, bis Sommer 2004 war sie im Leitungsteam des Schauspielhaus Zürich tätig. Seit 1994 erarbeitet sie außerdem mit dem Regieteam Jossi Wieler/Sergio Morabito Operninszenierungen. Seit 2002 arbeitet Anna Viebrock auch selbst als Regisseurin, so inszenierte sie für die Staatsoper Hannover, die Opéra de Paris, die Staatsoper Stuttgart, das Schauspielhaus Zürich, das Theater Basel und das Schauspiel Köln. Insgesamt 16 Mal wurde ihr die Auszeichnung „Bühnenbildnerin des Jahres“ und „Kostümbildnerin des Jahres“ zuerkannt. Ausstellungen ihrer Bühnenbildmodelle wurden in Rotterdam, Prag, Frankfurt, Madrid, Brüssel, Gent, Avignon, Helsinki, Basel und Giessen gezeigt. Das Land Hessen ehrte sie 1997 mit dem Hessischen Kulturpreis, 2004 wurde sie mit dem Theaterpreis Berlin und 2013 mit dem Hein-Heckroth-Preis ausgezeichnet. Anna Viebrock ist Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Andreas (Phoenix) Hofer,

geboren 1971 in Wien, studierte technische Chemie in Linz. Anfängliche Beleuchtungstätigkeiten im Posthof Linz führten ihn zu den Wiener Festwochen und den Salzburger Festspielen, wo er seit 1997 bis heute unzählige Produktionen begleitet. Für diverse Tanzproduktionen der freien Szene übernahm er von 2002 an das Lichtdesign, seit 2005 gestaltete er für viele Produktionen von Christoph Marthaler das Licht. Bei den Bregenzer Festspielen 2015 war er bei der Produktion Hoffmanns Erzählungen unter der Regie von Stefan Herheim für das Lichtdesign verantwortlich. Aus dieser Zusammenarbeit folgten mehrere gemeinsame Projekte in Hamburg, Paris, Oslo, Kopenhagen, Lyon und Berlin. Weitere Arbeiten fanden statt in Wien, Avignon, Berlin und Köln. Seit 2013 lehrt er außerdem in der Szenographie-Klasse der Akademie der bildenden Künste Wien die Grundlagen der Lichtgestaltung und -technik.

Bochumer Symphoniker

Die 1919 gegründeten Bochumer Symphoniker haben sich im Laufe ihrer Geschichte zu einem der wichtigsten Konzertklangkörper im Westen Deutschlands entwickelt. Seit Steven Sloane 1994 ihr Generalmusikdirektor wurde, wurden sie schon zweimal mit der begehrten Auszeichnung für „Das beste Konzertprogramm” ausgezeichnet. Auch international hat sich das Orchester bereits einen Namen gemacht. Sie reisten nach Israel, Österreich, Estland sowie in die USA und haben regelmäßige Auftritte im Amsterdamer Concertgebouw und bei der Ruhrtriennale. Die Bochumer Symphoniker sind auch immer wieder in ungewöhnliche, spartenübergreifende Projekte eingebunden: Mehrfach spielten sie mit Herbert Grönemeyer, spielten als Stadionorchester „auf Schalke“ in Gelsenkirchen mit über 65.000 Sänger*innen, sowie mit Jethro-Tull-Frontmann Ian Anderson und mit der legendären a-capella-Formation Take Six, sie begleiteten den britischen Weltstar Sting auf sieben Stationen in Deutschland und der Schweiz und traten in der Harald Schmidt Show auf. Außerdem machten sie sich durch zahlreiche mehrfach ausgezeichnete CD-Einspielungen einen Namen.

 

The Rhetoric Project

verbindet die Vorteile der Ensemblekultur mit der Lust, verschieden Musikstile auf höchstem Niveau zu mischen. Rhetoric Project ist ein Konglomerat von Musiker*innen um den Dirigenten Titus Engel, die ebenso in kammermusikalischer wie in orchestraler Formation auftreten. Ihr Repertoire reicht von Alter Musik bis zu zeitgenössischer Musik und Improvisation. Im Zentrum steht die Verbindung von historischer Fundiertheit mit zeitgenössischer Offenheit und performativer Energie. The Rhetoric Project ist keine feste Formation mit routinierten Positionen, sondern wird je nach Anforderungen des Projektes aus einem Pool von Musiker*innen zusammengestellt, der aus internationalen Solist*innen, Mitgliedern von Spezialensembles, sowie Musiker*innenn aus Spitzenorchestern besteht.

 

Schlagquartett Köln

Seit das Schlagquartett Köln 1989 sein Debüt gab, steht es für die bahnbrechende Entwicklung des Schlaginstrumentariums im 20. Jahrhundert. Neben der Pflege des stark angewachsenen Repertoires an Schlagzeugmusik konzentriert sich das Schlagquartett auf Uraufführungen. Sowohl unter den Laborbedingungen der Quartettformation als auch in Kooperation mit anderen Klangkörpern weiten die vier Musiker*innen den Horizont in der Welt der Schlaginstrumente. Das Schlagquartett Köln erzielte große Erfolge und weltweites Renommee mit Konzertreisen, Rundfunkaufzeichnungen, CD-Einspielungen und Musiktheaterproduktionen. Sie waren u.a. zu Gast bei den Berliner Festwochen, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, bei musica viva in München, beim Ilkhom Festival in Usbekistan, beim Eclat-Festival Stuttgart, beim Warschauer Herbst und dem Transit Festival in Leuven, beim Ultraschall Festival in Berlin und beim Acht Brücken Festival in Köln. Außerdem wurde das Quartett für seine Arbeit und seine Einspielungen mit zahlreichen Preisen bedacht

© Ruhrtriennale

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