Skip to main content

3 Jahre umschlungen

27. Sep. 2017

Title image

„Freude“, „Schöner“, „Götterfunken“: Diese Leitbegriffe standen der Ruhrtriennale 2017 voran, die sich Utopien und Zukunftsvisionen widmete. Während der heutigen Abschlusspressekonferenz in Bochum blickten Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015 – 2017, und Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH, zurück auf die Saison 2017 sowie auf die dreijährige Intendanz von Johan Simons.

In der Spielzeit 2017 wurden rund 135 Veranstaltungen bei 41 Produktionen, davon 28 Eigen- und Koproduktionen, präsentiert. Ruhrtriennale-BesucherInnen konnten 23 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen in 14 verschiedene Spielstätten in Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck und Mülheim an der Ruhr erleben. Mehr als 700 KünstlerInnen aus rund 30 Ländern prägten die diesjährige Spielzeit und waren Teil des Festivals.

Von 2015-2017 hat die Ruhrtriennale insgesamt rund 485 Veranstaltungen bei 132 Produktionen, davon über 100 Eigen- und Koproduktionen auf die Bühnen der ehemaligen Industriehallen gebracht.  Mehr als 60 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen umschlangen das Ruhrgebiet von 2015 bis 2017. In den drei Jahren trugen insgesamt ca. 2.500 KünstlerInnen und 800 StatistInnen zum Programm des Festivals bei.

 „Mit der Ruhrtriennale wollte ich von 2015 bis 2017 das Ruhrgebiet umschlingen, auf die Menschen zugehen, sie aktiv einladen, zu uns zu kommen. Das ist uns immer wieder gelungen – auch bei schwierigen Stoffen. Die Ruhrtriennale, wie ich sie sehe, soll nicht kalkuliert sein. Sie soll etwas riskieren. Sie soll flexibel bleiben und offen für aktuelle politische Themen. Ich bin glücklich und dankbar, dass ich die Geschicke dieses großartigen Festivals leiten durfte.“
(Johan Simons)

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015-2017 © Martin Steffen/Ruhrtriennale 2017

„Seid umschlungen“

Als Geste der künstlerischen, geografischen und gesellschaftlichen Umarmung verbindet dieses Leitmotiv die drei Jahre der Intendanz von Johan Simons miteinander. Es wurde sowohl im Programm als auch in der Haltung des Festivals deutlich. Mit den ersten Schauspiel- und Tanz-Trilogien des Festivals legte Johan Simons einen starken Akzent auf eine künstlerische Verknüpfung der drei Jahre seiner Intendanz. Raummusik-Konzerte ermöglichten dem Publikum, umschlungen von MusikerInnen und Klang, neuartige Hörerlebnisse. Mit neuen Formaten wie Ritournelle, der langen Festivalnacht der elektronischen Musik , Guerillakonzerten, einem Festivalzentrum und Gratisprogramm war es das Ziel von Johan Simons, weitere und auch jüngere Publikumsgruppen für die Ruhrtriennale zu begeistern. In jeder Saison wurden neue prägende Spielorte und Stadtteile im Ruhrgebiet für das Festival erschlossen. Das Programm setzte deutliche politische Schwerpunkte.

BesucherInnen bei „Ritournelle“ vor der Installation „EUROPA“. © Volker Beushausen/Ruhrtriennale 2017

Mit dem Refektorium wurde ein Festivalzentrum auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum etabliert, das mit einem kostenlosen Programm aus Lesungen, Performances oder Partys über alle drei Jahre hinweg nicht nur treue Ruhrtriennale-BesucherInnen ansprach, sondern auch neugierige Festival-Neulinge erreichte. Bei zahlreichen Formaten wie „Johans High Noon“ oder auch die Partys, Filmabende oder Workshops im Refektorium hatten Publikum wie Bevölkerung die Möglichkeit zu Begegnungen und Gesprächen mit Künstlerlnnen und FestivalmacherInnen der Ruhrtriennale. Stadtraumprojekte wie „Urban Prayers Ruhr“ (2016) und kostenlose Überraschungskonzerte (2015 und 2016) trugen die Kunst mitten in die Ruhrgebietsstädte. Auch bot die Ruhrtriennale ihrem Publikum die Möglichkeit, Teil der Kunst zu werden. So zum Beispiel als StatistIn in der Filminstallation „In the Land of Drought“ des Künstlers Julian Rosefeldt (2015), eines Films des niederländischen Künstlers Aernout Mik, der zentraler Bestandteil der Ruhrtriennale-Produktion „Die Fremden“ war (2016), oder der Tanz-Trilogie „Three Stages“ des US-Choreografen Richard Siegal (2017). „Seid umschlungen“ war nicht nur eine programmatische Setzung, es war ein Versprechen, dem sich Intendant und Team der Ruhrtriennale verpflichtet hatten.



Wer wissen möchte, was bei der Ruhrtriennale 2017 noch ansteht, schaut sich auch diesen Blogbeitrag an.

Tickets