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Hut ab! „Urban Prayers Ruhr“ im Landtag NRW

21. Nov. 2016

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Foto: Land NRW/R. Sondermann

Aus einer ausgedehnten Recherche im religiösen Leben des Ruhrgebiets entstand für die Ruhrtriennale 2016 das Stück „Urban Prayers Ruhr“. Während der diesjährigen Spielzeit war das Stück in sechs verschiedenen Glaubensgemeinschaften des Ruhrgebiets zu Gast: Premiere feierte „Urban Prayers Ruhr“ im Sommer in der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh. Anschließend tourte die Produktion sechs Wochen lang durch das Ruhrgebiet: Wir machten Station im House of Solution in Mülheim, im Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel in Hamm-Uentrop, dem größten hinduistischen Tempel Europas, in der Lutherkirche in Dinslaken-Lohberg, in der serbisch-orthodoxen Kirche in Dortmund-Kley und in der Synagoge in Bochum. Neben fünf SchauspielerInnen und ChorWerk Ruhr waren die Aufführungen von den Besonderheiten und der Unterstützung der jeweiligen Gemeinden geprägt, jede Vorstellung von „Urban Prayers Ruhr“ war einzigartig.

© Foto: Land NRW/R. Sondermann

Nun, einige Monate später, wurden Auszüge aus „Urban Prayers Ruhr“ erneut zur Aufführung gebracht – dieses Mal nicht in einem Gotteshaus, sondern im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Am vergangenen Freitag war die Ruhrtriennale gemeinsam mit dem Autor Björn Bicker und dem künstlerischen Leiter Malte Jelden, die das Konzept für „Urban Prayers Ruhr“ entwickelt haben, Teil der Abschlussveranstaltung der ersten „Woche des Respekts“. Gemeindevorsteher sowie Mitglieder der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften sind ebenfalls der Einladung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Landtagspräsidentin Carina Gödecke gefolgt und waren bei der Veranstaltung im Landtag dabei. Eine Woche lang hatte die Landesregierung NRW dazu aufgefordert, deutliche Zeichen für mehr Respekt und ein offenes Miteinander zu setzen. Bildungseinrichtungen, Hilfsorganisationen, Kirchen und Initiativen sowie zahlreiche BürgerInnen beteiligten sich mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen an der „Woche des Respekts“.

© Foto: Land NRW/R. Sondermann

Bei der Abschlussveranstaltung kam der „Chor der gläubigen Bürger“ aus „Urban Prayers Ruhr“ erneut zu Wort und fragte: „Was glaubt ihr denn. Wer wir sind. Was wir glauben. Wo wir wohnen. Was glaubt ihr denn, wo wir stören. Wo wir nicht stören. Was glaubt ihr denn.“ Ein Duisburger Imam der Merkez-Moschee, der Lighthouse Familiy Choir des House of Solution und die Kantorinnen der serbisch-orthodoxen Gemeinde trugen ihren Teil zur Aufführung bei, dem sich auch die anwesenden PolitikerInnen nicht entziehen konnten. Auch diese „Urban Prayers Ruhr“-Aufführung war wieder ein ganz unvergessliches Erlebnis.

© Foto: Land NRW/R. Sondermann
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