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„Zwischen Welten“: Die Campustriennale Masterclass 2016 steht fest

30. Mai. 2016

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Samuel Nyholm

In diesem Jahr ist die Ruhrtriennale mit ihrem Programm im Fegefeuer der Gegenwart angelangt, in einem Zwischenreich. „Zwischen Welten“ umfasst all das: Situationen von Umbruch, eine Zeit der Ungewissheit, eine Gesellschaft auf der Schwelle. Im Rahmen der Campustriennale Masterclass erhalten drei junge Theaterkollektive die Möglichkeit, diesen Themen nachzuspüren und ein eigenes Projekt unter professioneller Unterstützung zu entwickeln.

In Kooperation mit Ringlokschuppen Ruhr, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum rief die Ruhrtriennale junge TheaterkünstlerInnen dazu auf, sich für die Teilnahme zu bewerben: Drei Gruppen entwickeln innerhalb von drei Wochen Uraufführungen im Rahmen einer Masterclass, unterstützt von international renommierten KünstlerInnen und DramaturgInnen.

Die drei Gruppen wurden aus einem Pool von Bewerbungen aus aller Welt von einer Jury, bestehend aus den DramaturgInnen der Ruhrtriennale und der koproduzierenden Theater, ausgewählt. „Zwischen Welten“ kann auf den erfolgreichen Erfahrungen der Masterclass des vergangenen Jahres aufbauen. In diesem Jahr sind unter den ausgewählten Theatergruppen auch ehemalige TeilnehmerInnen des Campustriennale College und des ehemaligen Internationalen Festivalcampus, des Begegnungsprogramms der Ruhrtriennale für Studierende.

Die ZuschauerInnen können sich auch in diesem Jahr auf spannende Stückentwicklungen und Projekte junger TheatermacherInnen freuen. Die Uraufführungen werden präsentiert an einem langen Theaterabend, der drei Städte und Orte miteinander verbindet – und das Publikum mitnimmt auf eine Reise „Zwischen Welten“.

Zwischen Welten – Ringlokschuppen Ruhr
„Gentifrication – Vati muss nach Herne. Und Mutti muss nach Lichtenberg“
Leien des Alltags

Die Leien des Alltags, Nele Stuhler (ehemalige Teilnehmerin des Campustriennale College/Internationaler Festivalcampus) und Jan Koslowski, beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Alltäglichen und Banalen, das sie theatral aufarbeiten, und zu ExpertInnen eines Themenbereichs werden. In „Gentifrication“ stehen sie gemeinsam mit den Theatermacherinnen Marlene Kolatschny, Anna Wille sowie Svenja Gassen auf der Bühne.

© Dagmar Kolatschny/Ullrich Wille/Leonel Dietsche/André Simonow/Svenja Gassen

Zwischen Welten – Schauspiel Essen
„In Limbo – Zur Archäologie der Autobahnraststätte“
roda/born

Im Zentrum Essens präsentieren die fünf Mitglieder des Kollektivs roda/born die Ergebnisse ihrer Erkundungen auf den Autobahnraststätten des Landes. „In Limbo“ zeigt uns die Raststätte als Heimat, als sozialen und als religiösen Ort. Das Theaterkollektiv roda/born besteht derzeit aus den TheatermacherInnen Isabel Gatzke, Maximilian Reichert, Joshua Wicke, Belle Santos, Benedikt Ellebrecht und Ran Chai Bar-zvi. Die Arbeit von roda/born ist geprägt von einem Interesse an der Poesie der Katastrophe, der Kunst der Wirklichkeit und dem Theater der Wissenschaften, an Glamour und dem Geräusch von Motoren.

© roda/born

Zwischen Welten – Schauspielhaus Bochum
„Adolescence“
Larissa Bischoff, Ksenia Ravvina

Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen – die Pubertät ist eine Zwischen-Zeit der Extreme, des Alles oder Nichts. Larissa Bischoff und Ksenia Ravvina suchen gemeinsam mit den beiden Performerinnen Katja Cheraneva und Charlotte Petersen nach Spuren und Rhythmen einer unterschätzten Lebensphase, die in jedem von uns verborgen liegt. Der künstlerische Ansatz der Dramaturgin Larissa Bischoff (ehemalige Teilnehmerin des Campustriennale College/Internationaler Festivalcampus) und der Regisseurin Ksenia Ravvina zeichnet sich durch die Suche nach Räumen und Möglichkeiten aus, die zwischen Tanz und Schauspiel sowie Körper und Sprache liegen. Das internationale Team ergänzen die Performerinnen Katja Cheraneva und Charlotte Petersen sowie der Lichtdesigner Hendrik Borowski.

© Jianmin Huang/ Piero Chiussi/ Nadine Fraczkowski/ Katharina Speckmann

Mitkommen auf eine Reise in „Zwischen Welten“ mit der Theatergeneration von morgen kann man am 17. und 18. September. Weitere Informationen gibt es hier.

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