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Das Festivalprogramm der Spielzeit 2016

13. Apr. 2016

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Kohlenmischhalle, Zeche Auguste Victoria, Marl, Foto: RAG Montan Immobilien GmbH

Heute wurde das Festivalprogramm der Ruhrtriennale 2016 in der Pumpenhalle des Landschaftspark Duisburg-Nord vorgestellt. In der Spielzeit vom 12. August bis zum 24. September 2016 freuen wir uns auf viele neue und bekannte KünstlerInnen. Zur Eröffnung des Festivals der Künste inszeniert Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons Alceste von Christoph Willibald Gluck als Musiktheater, das Fragen nach Opferbereitschaft und Verzicht stellt. Am Samstag folgt mit Ritournelle die Festivalnacht der elektronischen Musik, bei der wir mit euch die Jahrhunderthalle Bochum zum Beben bringen. Internationale und nationale Acts wie Moderat, Peaches oder Oneothrix Point Never sowie lokale Vertreter der Clubszene laden zum Feiern und Tanzen ein.
 

© Volker Hartmann / Ruhrtriennale 2016

In 24 verschiedene Spielstätten wird sechs Wochen lang gespielt, getanzt, gefeiert und gestaunt. In MEDEA.MATRIX entwirft Susanne Kennedy gemeinsam mit dem bildenden Künstler Markus Selg einen eigenen Kosmos aus Schauspiel und Installation rund um den Medea-Mythos. Luk Perceval widmet sich in Geld.Trilogie meiner Familie 2 erneut Zolas Romanzyklus „Die Rougon-Macquart“. Die Dinge, die vorübergehen des niederländischen Schriftstellers Louis Couperus wird als Neuinszenierung von Ivo van Hove in der Maschinenhalle der Gladbecker Zeche Zweckel gezeigt und Studio Orka bringt in Bottrop das Familienstück Sumpfland unter freiem Himmel zur Aufführung. Mit seinem Mahler Projekt (AT) kehrt der Choreograf Alain Platel mit einer Uraufführung zur Ruhrtriennale zurück. Eine weitere Tanz-Weltpremiere ist Richard Siegals In Medias Res. Das Musiktheaterwerk Die Fremden nimmt als Grundlage den im März 2016 erschienenen Roman “Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ von Kamel Daoud. Damit holt Johan Simons die drängenden Fragen von kultureller Identität in Zeiten von Post-Kolonialismus, Flucht und Integration auf die Bühne.

 

© Volker Hartmann/Ruhrtriennale

Auch musikalisch spannt die Ruhrtriennale 2016 einen weiten Bogen. Das Programm reicht dabei von Musik aus der Renaissance-Zeit bis zu Doom-Metal. Der 40-stimmige Chor MusicAeterna präsentiert mit Spem in Alium ein Konzert in der Maschinenhalle der Dortmunder Zeche Zollern; unter der musikalischen Leitung von Philippe Herreweghe singt das Collegium Vocale Gent Johann Sebastian Bachs Hauptwerk Messe in h-moll und das Raummusik-Konzert Répons widmet sich dem kürzlich verstorbenen Komponisten Pierre Boulez in besonderer Weise. In der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum lässt die  Doom-Metal-Band Sunn O))) Musik zur körperlichen Erfahrung werden.
 

Von insgesamt 32 Produktionen sind auch zahlreiche Installationen im Ruhrgebiet zu erleben. Manifesto, die neueste Filminstallation von Julian Rosefeldt mit Cate Blanchett in den Hauptrollen, feierte bereits internationale Erfolge und ist jetzt in der eindrucksvollen Kulisse der Duisburger Kraftzentrale zu sehen. Das verrückte Kunstdorf The Good, the Bad and the Ugly von Atelier Van Lieshout kehrt auf den Vorplatz der Bochumer Jahrhunderthalle zurück. Mit bekannten und neuen Kunstwerken und einem abwechslungsreichen Programm im Refektorium wird das Kunstdorf wieder zum Herzstück der Ruhrtriennale. Urbane Künste Ruhr trägt in diesem Jahr zwei Projekte zur Ruhrtriennale bei. Das Künstlerkollektiv osa_office for suvbersive architecture zeigt in Dortmund ihre Arbeit well,come und Rimini Protokoll lädt mit Truck Tracks Ruhr Album #3, ein Projekt zwischen Roadmovie und Theaterstück, zur Entdeckungsreise der etwas anderen Art ein. Auch ChorWerk Ruhr ist mehrfach an der Spielzeit 2016 beteiligt. Bei Earth Diver treffen alte und neue Chormusik auf Literatur und Film. Unter dem Titel Carré widmen sich ChorWerk Ruhr und die Bochumer Symphoniker dem Avantgardewerk von Karlheinz Stockhausen. Und jeden Sonntag wird ChorWerk Ruhr im Rahmen von URBAN PRAYERS RUHR seine Stimmen erheben.

© Volker Hartmann

Mehr Informationen zum vielfältigen Programm der Saison 2016 sind auf den Produktionsseiten unsere Website oder der neuen Programm-Landkarte zu finden. Am 12. August fällt der Startschuss für sechs Wochen voller Uraufführungen, Eigen- und Koproduktionen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen mit mehr als 900 KünstlerInnen aus aller Welt.

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