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Ruhrtriennale-Plakatmotiv sorgt für Aufregung

09. Jun. 2015

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Ruhrtriennale

Aufgrund der aktuellen Berichterstattung über ein Plakatmotiv unserer Plakatkampagne möchten wir an dieser Stelle sowohl die Situation als auch das Plakatmotiv selbst erläutern.

Das Plakat gehört zu einem von insgesamt 16 Motiven unserer Plakatkampagne und weist auf „Accattone“, eine Produktion der diesjährigen Ruhrtriennale, hin. „Accattone“ basiert auf einem Film, in dem der italienische Filmemacher Pier Paolo Pasolini eine weltliche Leidensgeschichte erzählt, die um einen ausgegrenzten Arbeitslosen kreist und sich mithilfe der Musik von Johann Sebastian Bach auf die Passionsgeschichte bezieht. Das hierzu gewählte Plakat mit der Aufschrift "Arbeit“ + „Stinkt" und dem Foto eines Oberkörpers mit einem tätowierten Jesusmotiv verdeutlicht den inhaltlichen Zusammenhang. Es war und ist in keiner Weise beabsichtigt, den christlichen Glauben zu diffamieren oder religiöse Gefühle zu verletzen.

Bodenposter sind eine aufmerksamkeitsstarke Form der Plakatierung passend für ein Umfeld wie einen Bahnhof, in dem zahlreiche Werbebotschaften nebeneinander bestehen müssen. Dass das Plakat auf dem Boden angebracht ist und somit Passanten und Pendler über das Plakat oder an diesem vorbeilaufen, liegt an dieser Form der Plakatierung. Damit wird weder eine bestimmte Haltung zu einer Religion ausgedrückt, noch ist beabsichtigt, religiöse Gefühle zu verletzen.

Wir haben von der Entfernung der Plakate in den Bahnhöfen in Bochum und Essen aus der Presse erfahren und wurden leider bisher nicht auf offiziellem Wege über das weitere Vorgehen informiert. Wir hätten es begrüßt, wenn wir im Vorfeld hierüber informiert worden wären und miteinander einen anderen Weg gefunden hätten, uns mit den Bedenken der Demonstranten auseinanderzusetzen.

Wir halten an dem Plakatmotiv weiterhin fest und haben nicht vor, das Plakat zurückzuziehen. Nach unserem Kenntnisstand wurden die Plakate in Dortmund, Duisburg und Köln nicht entfernt und unsererseits ist dies auch nicht beabsichtigt. Die Ruhrtriennale ist ein Festival der Künste und die Kunst ist frei.

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