MaschinenHausMusik

Musik zur Zwischenzeit

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Wer das politische, soziale und kulturelle Geschehen in der Welt verfolgt, kommt schwerlich um die Einsicht herum, dass eine Epoche an ihr Ende kommt, ohne dass sich auch nur annähernd abzeichnen würde, was danach käme. Eine Zwischenzeit ist angebrochen, laut, lärmend, lähmend und stagnierend zugleich – eine diffuse Zeit.

In der Kunst werden Brüche, Reibungen und Aporien spürbar – sichtbar – hörbar – denkbar – verhandelbar. Musik ist als Zeitkunst, als Kunst, die die autonome Organisation von Zeit betreibt, prädestiniert, Zwischenzeiten zu reflektieren. Allerdings mischt sie sich nicht unmittelbar politisch oder kritisch in die realen Verhältnisse ein. Musik spricht zunächst einmal für sich selbst.

Die Ruhrtriennale 2018 präsentiert ein Musikprogramm, das nicht nur und nicht primär den Wurzeln europäischer Kunstmusik entspringt, sondern auch Regionen des östlichen Mittelmeerraumes einbezieht, die gegenwärtig im Brennpunkt schwerster politischer und gesellschaftlicher Verwerfungen stehen. Das Programm berücksichtigt Formen von Pop- und Laienkultur und misst insgesamt die Vielfalt und Diversität musikalischer Erscheinungen zwischen Partiturmusik, Improvisation, Intermedia, digitaler Sound-Kultur und Klang-Installation aus. Es soll um neue Formen der Aufführungspraxis gehen, um lange Nächte, in denen sich die musikalischen Idiome begegnen und womöglich clashen, um nomadisierende Präsentationsformen und 27 mobile Konzerte, schließlich um die Balance von in der Region ansässigen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

Einen Hauptstrang der Veranstaltungen bildet die MaschinenHausMusik in Essen, die während des Festivals jeden Mittwochabend stattfindet.

Matthias Osterwold
MUSIKKURATOR / RUHRTRIENNALE 2018 2019 2020

Vorstellungen

© Ruhrtriennale

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