Festivalzentrum

Filmnächte

Udi Aloni, Marcus Colón, Kornél Mundruczó, Yony Leyser, Matthias Coers, Rungano Nyono
7 sep

21 sep
Termine & Tickets
  • fr 7 sep
    22:00 – 23:30
    Veranstaltung
    BO_FZTS
    Gewesen
  • fr 14 sep
    22:00 – 23:59
    Veranstaltung
    BO_FZTS
    Gewesen
  • fr 21 sep
    22:00 – 23:45
    Veranstaltung
    BO_FZTS
    Gewesen

Beyond Fordlândia (Marcus Colón), 24.8. 23 Uhr

90 Jahre nach Henry Fords Amazonaserfahrung stellt Beyond Fordlândia einen Umweltbericht dar. 1927 versuchte die Ford Motor Company, am Tapajós, einem der Hauptzuflüsse des Amazonas, Gummiplantagen zu errichten. Der Film beschreibt den kürzlichen Übergang von der gescheiterten Gummi- zur erfolgreichen Sojazucht für den Export sowie dessen Folgen für die Bodennutzung und wirft Fragen auf: Wieso wollte Ford ein Stückchen der Zivilisation des 20. Jahrhunderts mitten in den Amazonasurwald verpflanzen? Inwiefern ließ sein Versuch, die reiche, urwüchsige brasilianische Landschaft in industrielle Landwirtschaftsflächen zu verwandeln, die heutige Zerstörung des Regenwaldes vorausahnen? Welche Lehren können aus den heutigen ökologischen Experimenten gezogen werden, insbesondere aus der Fordlandia-Erfahrung?

Drehbuch, Regie: Marcos Colón
Brasilien / USA 2017 | 80 min
beyondfordlandia.com/watch-online/


Underdog (Kornél Mundruczó), 31.8. 23 Uhr

Der Film von Kornel Mundruczó, Gewinner des „Un Certain Regard“-Preises in Cannes, ist die Geschichte der Erniedrigungen, die Tieren von den angeblich überlegenen Menschen angetan werden, ist aber zugleich eine klare, wunderbare Metapher für die politischen und kulturellen Spannungen, die Europa derzeit erfassen. Als die junge Lili gezwungen wird, ihren geliebten Hund Hagen aufzugeben, weil seine gemischte Abstammung dem „Staat“ als „unpassend“ gilt, unternehmen sie und der Hund eine gefährliche Reise, um einander wiederzufinden. Gleichzeitig erheben sich alle unerwünschten, ungeliebten und angeblich „unpassenden“ Hunde unter ihrem neuen Anführer Hagen, dem ehemaligen Haustier, der von seinen „Herrchen“ auf seiner Reise durch die Straßen und Tierheime nur zu gut lernen musste, dass der Mensch nicht immer des Hundes bester Freund ist …

Regie: Kornél Mundruczó
Buch: Kata Weber / Kornel Mundruczo/ Viktoria Petranyi
Mit: Zsofia Psotta, Luke und Body, Sandor Zsoter

Ungarn 2014 | Länge: 119 Min | FSK: 12 Jahre
www.delphi-film.de/filme/underdog.htm

Queercore: How to Punk a Revolution (c) Yony Leyser
Queercore: How to Punk a Revolution (c) Yony Leyser
Beyond Fordlândia (c) Marcus Colón
Beyond Fordlândia (c) Marcus Colón
Underdog (c) Kornél Mundruczó
Underdog (c) Kornél Mundruczó
I Am Not a Witch (c) Rungano Nyoni
I Am Not a Witch (c) Rungano Nyoni
Junction 48 (c) Udi Aloni
Junction 48 (c) Udi Aloni

Queercore: How to Punk a Revolution (Yony Leyser), 7.9. 22 Uhr

Was machst Du, wenn es die offene Gemeinschaft, die Du als queerer Punk dringend brauchst, nicht gibt? Rede Dir einfach ein, es gibt sie doch! Klebe und drucke Fanzines, drehe und vertreibe subversive Filme, schreibe anarchistische Songs, do it yourself und vor allem: don’t give a fuck! Nach und nach wird aus der anfänglichen Pseudo-Gemeinschaft eine revolutionäre Welle werden, ja eine internationale Bewegung... „Queercore: How to Punk a Revolution“ erzählt die Geschichte jener lose verbundenen Gruppe von nordamerikanischen Punk-Künstler*innen, die in den 1980er und 90er Jahren ihre queeren Identitäten radikal ins Zentrum der eigenen Arbeiten rückten – und sich damit nicht nur gegen die damals von heterosexuellen Männern dominierte und latent homophobe Punk-Szene auflehnten, sondern auch gegen den allzu angepassten schwulen Mainstream.

Buch & Regie: Yony Leyser
Mit: Bruce LaBruce, G.B. Jones, Genesis Breyer P-Orridge, John Waters,
Justin Vivian Bond, Lynn Breedlove, Jody Bleyle, Silas Howard, Pansy Division, Penny Arcade, Kathleen Hanna, Kim Gordon, Deke Elash,
Tom Jennings, Beth Ditto, Peaches u.v.m.

USA 2017 | Länge: 83 Min.
www.facebook.com/Queercoremovie/


Das Gegenteil von Grau, 14.9. 22 Uhr

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam. Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

EIN DOKUMENTARFILM von Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr
Deutschland 2017 | Länge: 90 Min.
gegenteilgrau.de/film/


I Am Not a Witch (Rungano Nyoni), 21.9. 22 Uhr
 

Als die junge Shula allein und unangekündigt in einem Bauerndorf in Sambia auftaucht, werden die Bewohner misstrauisch. Ein unbedeutender Vorfall eskaliert zu einem Hexengericht, sie wird für schuldig befunden und lebenslänglich in ein staatliches Hexenlager gesperrt. Dort bindet man sie ein langes weißes Band und droht ihr, wenn sie wegliefe, würde sie in eine Ziege verwandelt. Die Tage vergehen, und Shula gewöhnt sich an ihre neue Gemeinschaft, am Horizont jedoch lauert eine Bedrohung. Schon bald sieht sie sich gezwungen, eine schwierige Entscheidung zu fällen: sich dem Lagerleben zu ergeben oder die Freiheit zu riskieren. I AM NOT A WITCH (ICH BIN KEINE HEXE) ist das Spielfilmdebüt der Regisseurin Rungano Nyoni, die in Sambia geboren und in Wales aufgewachsen ist.

Drehbuch & Regie: Rungano Nyoni
Mit: Maggie Mulubwa, Henry B.J. Phiri & Nancy Mulilio

Frankreich, Großbritannien, Deutschland 2017 | Länge: 93 Min.
www.iamnotawitch.com/videos/

 



Gewesen


Junction 48 (Udi Aloni), 17.8. 23 Uhr

In Lod, einem Vorort von Tel Aviv, lebt Kareem, Ende 20, im täglichen Leben Call-Center-Telefonist. Sein Traum ist aber, mit seiner HipHop - Musik zum Star zu werden. Die wunderschöne Manar, mit der er nicht nur auf der Bühne ein Paar ist, gibt Kareem Halt, gerade nachdem sein Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und seine Mutter schwer verletzt wurde. Seine Freunde halten sich mit Drogenhandel über Wasser, was immer wieder zu Auseinandersetzungen führt. Die zunehmenden rassistischen Angriffe in seiner Heimatstadt, in welcher der jüdisch-palästinensische Konflikt täglich spürbar ist, lässt sich Kareem nicht länger gefallen. Zusammen mit Manar kämpft er mit seiner Musik gegen die Unterdrückung, die ihn von verschiedenen Seiten betrifft. Die kraftvollen Songs und Auftritte, die die Band berühmt machen, lassen Kareem und Manar dabei zwischen alle Fronten geraten…

Regie: Udi Aloni
Drehbuch: Oren Moverman & Tamer Nafar
Mit: Tamer Nafar, Samar Qupty, Salwa Nakkara, u.A. …

Israel / Deutschland / USA 2016 | Länge: 97 Minuten
www.x-verleih.de/filme/junction-48/

 

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