Kreation / Musiktheater

Universe, Incomplete

Charles Ives, Christoph Marthaler, Titus Engel, Anna Viebrock
17 aug
-
25 aug
Termine & Tickets
  • fr 17 aug
    20:30
    Premiere
    Jahrhunderthalle, Bochum
    ausverkauft
  • so 19 aug
    20:30
    Veranstaltung
    Jahrhunderthalle, Bochum
  • mi 22 aug
    20:30
    Veranstaltung
    Jahrhunderthalle, Bochum
  • do 23 aug
    20:30
    Veranstaltung
    Jahrhunderthalle, Bochum
  • fr 24 aug
    20:30
    Veranstaltung
    Jahrhunderthalle, Bochum
  • sa 25 aug
    20:30
    Veranstaltung
    Jahrhunderthalle, Bochum
Mehr Vorstellungstermine

„Für den Fall, dass es mir nicht gelingen sollte, dieses Werk zu vollenden, findet sich vielleicht jemand anderes, der den Versuch unternimmt, meine Gedanken auszuarbeiten. Es könnte sein, dass die von mir erstellten Skizzen viel mehr Sinn ergeben, wenn man sie aus der Perspektive von jemandem betrachtet, der nicht ich selbst bin.“ (Charles Ives)

 

Von dieser verführerischen Formulierung inspiriert entwickeln der Regisseur Christoph Marthaler, der Dirigent Titus Engel und die Bühnenbildnerin Anna Viebrock ihre ganz eigene Perspektive auf ein unvollendet gebliebenes Vorhaben des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1875–1954): der Universe Symphony, die eines der großen utopischen Werke des 20. Jahrhunderts ist. Utopisch, weil Charles Ives sie als ein alle klassischen Aufführungsformen sprengendes Klangereignis konzipierte. Utopisch auch, weil er sie nie vollendete, sondern immer neu entwarf. Sie ist ein aus Notizen, Skizzenblättern und Partiturseiten bestehendes Konvolut der Unvollständigkeit.

Ausgehend von den tatsächlich komponierten Teilen des Werkes entwerfen Christoph Marthaler, Titus Engel und Anna Viebrock in der Jahrhunderthalle Bochum einen szenisch-musikalischen Raum, in dem Instrumentalsolist*innen sowie die Bochumer Symphoniker und ein aus Schauspieler*innen, Tänzer*innen und Sänger*innen bestehendes Ensemble auf einer szenischen und einer klanglichen Ebene aus einer entfernten Zukunft auf unser heutiges Leben zurückblicken und aus der Gegenwart eine Zukunft phantasieren. Andere, von der Universe Symphony unabhängige Kompositionen von Charles Ives werden dabei die Leerstellen des unvollendeten Universums einnehmen. Das künstlerische Team untersucht ein musikalisches Gesamtwerk, dem es ein szenisch-visuelles Spannungsfeld heutiger Erfahrung zwischen Verlust und Erfindung hinzufügt.

 Der Schweizer Dirigent Titus Engel (1977) arbeitet mit verschiedenen Orchestern und an diversen Opernhäusern mit einem Schwerpunkt auf moderner und zeitgenössischer Musik. Die Bühnenbildne-rin und Professorin für Bühnenbild an der Wiener Kunstakademie, Anna Viebrock, ist seit 30 Jahren engste künstlerische Begleiterin von Christoph Marthaler. Seit 2002 realisiert sie eigene Musiktheaterprojekte und installative Ausstellungen. Ein Portrait des Regisseurs und Artiste associé der Ruhrtriennale 2018–2020, Christoph Marthaler, finden Sie hier.

Besetzung

Musikalische Leitung Titus Engel
Regie Christoph Marthaler
Licht Phoenix (Andreas Hofer)
Dramaturgie Malte Ubenauf
Mit Marc Bodnar
Mit Ueli Jäggi
Mit Olivia Grigolli
Mit Magne-Håvard Brekke
Mit Liliana Benini
Mit Bérengère Bodin
Mit Thomas Wodianka
Mit Haizam Fathy
Mit A.J. Navarro
Mit Joaquin Abella
Mit Bendix Dethleffsen
Orchester Bochumer Symphoniker
Komposition Charles Ives
Orchester Rhetoric Project
Arrangements Tobias Schwencke
Orchester Schlagquartett Köln
Co-Regie Joachim Rathke
Mit Schlagzeugstudent*innen der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Mit Schlagzeugstudent*innen der Folkwang Universität der Künste Essen
Mit Schlagzeugstudent*innen der Hochschule für Musik Detmold
Mit Jürg Kienberger
Mit Tora Augestad
Bühne Thilo Albers
Bühne Anna Viebrock
Kostüm Anna Viebrock

Einführung und besondere Informationen

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn (nicht 17. Aug)

 

Künstler*innengespräch am 22. August im Anschluss an die Vorstellung

 

Eine Produktion der Ruhrtriennale.

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung von der Stiftung Pro Bochum.

 

© Ruhrtriennale

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