MUSIK / THEATER / KREATION / URAUFFÜHRUNG

Evolution

GYÖRGY LIGETI, KORNÉL MUNDRUCZÓ, STEVEN SLOANE, BOCHUMER SYMPHONIKER, STAATSCHOR LATVIJA, PROTON THEATER
5 Sep
14 Sep
Termine & Tickets

Im Zentrum der Aufführung steht György Ligetis Requiem aus dem Jahr 1965. Von der klassischen Form wählte der Komponist nur die Teile, die der Trauer und dem Zorn gewidmet sind. Kornél Mundruczó, ungarischer Film und Theaterregisseur, dessen verstörend realistische Erzählweise ihn international berühmt machte und der im vergangenen Jahr Hans Werner Henzes Oratorium Das Floß der Medusa für die Ruhrtriennale szenisch befragte, stellt mit diesem gewaltigen Werk das Thema der Wiederholung ins Zentrum seiner Auseinandersetzung. Diese versteht er wie Sören Kierkegaard nicht als Erinnerung, sondern als ein nach vorne gerichtetem Denken, das sich mit der Vergangenheit beschäftigt. In der Inszenierung durchlaufen wir drei Zeiten: Die Begegnung mit dem Grauen der Vergangenheit, das traumatisierte Schweigen in der Gegenwart und eine Ahnung von einer zukünftigen Welt, in welcher die künstliche Intelligenz dem Be griff des Gedenkens, Erinnerns und der Sprache – scheinbar unschuldig – keinen Raum mehr lässt. Die Uraufführung wird sich zwischen Konzert und Theater bewegen; entwickelt wird sie mit der freien Theatergruppe Proton Theater und den Texten der Dramatikerin Kata Wéber.

Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
 

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Jahrhunderthalle Bochum

Besetzung

Orchester Bochumer Symphoniker
Regie Kornél Mundruczó
Musikalische Leitung Steven Sloane
Text Kata Wéber
Bühne, Kostüm Monika Pormale
Licht Felice Ross
Dramaturgie Soma Boronkay
Künstlerische Produktion Dóra Büki
Mit Yeree Suh, Virpi Räisänen
Schauspieler*innen des Proton Theater Lili Monori, Annamária Láng, László Katona, Harald Kolaas, Roland Rába
Chor Staatschor Latvija

Einführung und besondere Informationen

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

 

Künstler*innengespräch am 7. September im Anschluss an die Vorstellung.

 

Eine Produktion der Ruhrtriennale in Kooperation mit Proton Theater Budapest.

 

Gefördert durch die Kunststiftung NRW.

 

Sprachinformation: In lateinischer und ungarischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

 

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